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Gebühren, Steuern und Zölle können einen scheinbar günstigen Online-Einkauf im Ausland verteuern.
Versandkosten
Horrende Versandkosten drohen vor allem beim Onlineshopping in Übersee. Informieren Sie sich vor der definitiven Bestellung also unbedingt über die Höhe der Versandkosten. Seriöse Shops weisen diese Kosten beim Bestellprozess detailliert aus. Sollte das nicht der Fall sein und finden Sie auch sonst nirgends konkrete Angaben über die Kosten, brechen Sie den Bestellvorgang ab.
Ausländische Mehrwertsteuer
Beim Import in die Schweiz muss der Käufer keine ausländische Mehrwertsteuer bezahlen. Der ausländische Händler sollte diese also vom angegebenen Preis abziehen. In Deutschland beträgt sie im Normalfall 16 Prozent, bei Büchern 7 Prozent. Verzichten Sie auf einen Einkauf bei einem ausländischen Onlineshop, der die Mehrwertsteuer nicht abzieht.
Schweizer Mehrwertsteuer
Sie fällt beim Import in die Schweiz an und beträgt üblicherweise 7,6 Prozent. Bei Büchern, Medikamenten sowie Lebensmitteln gilt der reduzierte Satz von 2,4 Prozent. Die Mehrwertsteuer wird erst ab einem Betrag von Fr. 5.- belastet: Waren, die weniger als Fr. 65.75 wert sind, sind also mehrwertsteuerfrei. Bei den Produkten mit reduziertem Satz liegt die Grenze bei Fr. 208.30. Wird in Euro abgerechnet, sinds - je nach Wechselkurs - rund Euro 42.- respektive Euro 135.- (Sicherheitsmarge einberechnen).
Zollgebühren
Betragen sie weniger als Fr. 5.-, werden sie nicht belastet. Zollfrei sind Bücher und Computerhardware. Entscheidend für die Zollgebühr ist das Gewicht der Ware inklusive Verpackung. In der Regel betragen die Zollansätze weniger als Fr 1.- pro Kilo. Für Alkoholika, Tabakwaren, Lebensmittel und Textilien gelten höhere Ansätze (siehe www.zoll.admin.ch).
Posttaxen
Die Post verlangt für das Erledigen der Zollformalitäten Fr. 10.- Postvorweisungstaxe. Diese fällt aber nur an, wenn die Schweizer Mehrwertsteuer oder Zollgebühr über Fr. 5.- liegt. Wer zum Beispiel diverse DVDs bestellen will, sollte mehrere Aufträge erteilen und mit jedem Auftrag unter den erwähnten Fr. 65.75 bleiben.
Muss die Post Waren wegen ungenügender Zolldeklaration lagern oder öffnen, kostets zusätzliche Fr. 6.- respektive Fr. 8.-.
Achtung: Private Kurierdienste haben häufig höhere Ansätze als die Post. In krassen Fällen übersteigen die Gebühren den Warenwert um ein Vielfaches. Informieren Sie sich deshalb unbedingt auf der Site des Shops, wer für den Versand zuständig ist und welche Gebühren er belastet.
Wechselkurs
Manche Onlineshops rechnen mit einem viel zu hohen Wechselkurs. Beispiel: Der Outdoorhändler www.globetrotter.de verrechnet den Euro derzeit zu Fr. 1.70, der effektive Kurs beträgt Fr. 1.53.
23. März 2005 | patrick gut
