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Das Internet hat sich zum grössten Stellenmarkt entwickelt. Doch bei einer elektronischen Bewerbung gelten die gleichen Regeln wie bei einer Printbewerbung.
Schon heute sind im Internet mehr Stellen ausgeschrieben als in allen Printerzeugnissen zusammen. Und das Web dürfte noch populärer werden: Grosse Firmen wie IBM Schweiz und Siemens rekrutieren ihre Leute fast ausschliesslich über elektronische Bewerbungen.
Stellensuchende können direkt die Websites von Firmen oder jene einer bekannten Jobbörse anklicken. In der Schweiz gibt es ein halbes Dutzend relevante Plattformen, die über alle Branchen und Bereiche hinweg den Onlinestellenmarkt zu 90 Prozent abdecken.
Es sind dies Jobs.ch, Jobpilot. ch, Jobscout24.ch, Jobclick.ch, Jobwinner.ch und Stellen.ch (siehe Tabelle). Diese Websites verfügen über einen professionellen Auftritt und ein Angebot mit jeweils über tausend offenen Stellen.
Ein Stellensuchender will natürlich möglichst auswählen können. Entsprechend ist die Zahl der Angebote ein wichtiges Kriterium für die Qualität eines Portals. Allerdings ist es schwierig, hier verlässliche Zahlen zu erhalten. Die Konkurrenz begutachtet sich zwar gegenseitig aufmerksam, die einzelnen Anbieter wollen sich aber nicht in die Karten blicken lassen. Mit über 3000 Angeboten für die ganze Schweiz ist Stellen. ch die Nummer eins, aber nur dank der Verlinkung mit Jobs.ch. Dahinter folgen Jobscout24.ch, Jobs.ch sowie Jobpilot.ch.
Jobbörsen sind für Stellensuchende gratis
Das Internet erlaubt eine einfache, schnelle und exakte Suche, die sich nach Kriterien wie Region, Branche, Funktion usw. einschränken lässt. Bei der Übersichtlichkeit erhalten Jobs.ch und Jobwinner.ch die Höchstnoten. Die beiden Sites setzen auch bezüglich Nutzerfreundlichkeit, Navigation, Layout und Servicefunktionen die Massstäbe. Besonders beeindruckend ist die schlanke Grafik bei Jobs.ch, die immer effizient zum Ziel führt.
Auf allen Portalen lassen sich Suchabos einrichten, die regelmässig über offene Stellen in einem bestimmten Bereich per Mail informieren. Allerdings ist das Login je nach Portal umständlich.
Auch können Bewerbungsprofile mit Lebenslauf und bisherigem Karriereverlauf hinterlegt werden. Bei allen Anbietern ist das selbstverständlich nur über entsprechende Sicherheitsbarrieren möglich.
Alle Dienstleistungen sind für die Stellensuchenden gratis. Die Jobbörsen finanzieren sich über die Unternehmen, die für das Aufschalten der Inserate rund 500 Franken zahlen. Kostenpflichtig für die Stellensuchenden sind allenfalls Extras, etwa ein professionelles Coaching durch Fachpersonen, wie es Jobscout24. ch anbietet.
Spezial- und Branchenbörsen
Das Durchforsten von sämtlichen Stellenbörsen und Firmensites ist sehr zeitaufwändig. Neuerdings gibt es dafür spezialisierte Plattformen wie etwa Jobwindow.ch. Ein Roboter sammelt hier täglich alle Stellenangebote von anderen Plattformen. Jobwindow.ch kommt so auf 7500 Stellen in der Datenbank.
Der Zugang ist hier - im Gegensatz zu den normalen Jobbörsen - aber nicht gratis. Das Angebot kostet 20 Franken pro Monat. Für 19 Franken pro Monat bietet Jobs.ch über JobMail Pro eine ähnliche Dienstleistung an. Hier haben Stellensuchende Zugriff auf über 8000 tagesaktuelle Angebote von mehr als 2000 Arbeitgebern und Personalvermittlern in der Schweiz.
Weitere Kanäle für die elektronische Jobsuche sind Branchenbörsen und Plattformen für spezifische Zielgruppen. Unter «Onlinestellenmarkt» oder «Jobbörse» sowie der Branchenbezeichnung liefern Suchmaschinen eine Vielzahl von Treffern.
Tipps für die OnlineBewerbung
- Eine aussagekräftige Betreffzeile im Bewerbungsmail ist ein Muss.
- Es gelten die gleichen Grundsätze wie bei anderen Bewerbungen: keine schludrigen Unterlagen, fehlerfreies Deutsch (keine Kleinschreibung), Vollständigkeit.
- Ein kurzes Begleitschreiben gehört zwingend dazu.
- Geläufige Formate verwenden, also PDF und Word.
- Sich an die Vorgaben halten: Gewisse Firmen akzeptieren nur Onlinebewerbungen über Eingabemasken auf ihrer Homepage.
- Keine Bewerbungen an info@-Adressen, sondern nur an persönliche Mailadressen schicken. Sich allenfalls vorher telefonisch nach dem Adressaten erkundigen.
- Als Absender nie Mailadresse des aktuellen Arbeitgebers, sondern private Adresse verwenden.
- Vollständige Postadresse mit Telefonnummer und Mailadresse angeben.
23. März 2005 | Pirmin Schilliger
