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Die Zürcher Privatbank Rüd Blass bezeichnet sich selber als «professionell, modern, renommiert, diskret» - «und teuer», müsste noch hinzugefügt werden. Diese Erfahrung hat zumindest K-Geld-Leser Peter Case aus Heimenschwand BE gemacht.
Im letzten Dezember löste der Kunde sein Depot bei der Privatbank auf. Er war nicht mehr bereit, für die Depotführung jährlich Fr. 250.- zu zahlen. Die Zürcher Bank verkaufte in Cases Auftrag also seinen letzten verbliebenen Aktienposten für Fr. 1160.-. Dafür belastete sie eine Kommission von Fr. 80.-, was mehr als 7 Prozent Gebühren entspricht.
Aber damit nicht genug: Wenige Tage später erhielt Case von der Bank eine Belastungsanzeige mit Spesen für die Depotauflösung in der Höhe von weiteren Fr. 207.60.
Rund 25 Prozent seines Ertrags beim Aktienverkauf musste der Privatbankkunde also für Gebühren zahlen. Case beschwerte sich bei der Bank und schrieb: «Die Kosten für die Kontoauflösung sollten meines Erachtens durch die wiederkehrenden, sehr hohen Kontoführungskosten längstens gedeckt sein.
Die Antwort seines Bankberaters bei Rüd Blass fiel jedoch klar und deutlich aus: «Wir sind uns bewusst, dass die Spesen in Ihrem Fall relativ hoch ausfallen. (...) Die Kosten können wir Ihnen nicht zurückerstatten.»
02. Februar 2005
