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Brennen die Lampen am Auto durch, reichen Geschick und Werkzeug oft nicht: Der Wagen muss in die Werkstatt.
Defekte Scheinwerfer sind ein Sicherheitsrisiko: Statt als «Einäuger» herumzufahren, sollten Autofahrer durchgebrannte Lampen rasch wechseln. Der deutsche Automobilclub ADAC wollte wissen, wie einfach sich die Scheinwerfer bei neuen Fahrzeugtypen austauschen lassen. Ernüchterndes Resultat: Bei einigen Modellen ist der Wechsel sehr kompliziert und zum Teil sogar so aufwändig, dass der Wagen in die Werkstatt muss.
Als unzumutbar bezeichneten die Experten den Lampenwechsel bei Fiat Stilo, Ford Fiesta, Renault Scenic II, Smart City Coupé/Cabrio, Daewoo Nubira und VW Golf IV.
Weiter ärgerlich: Bei vielen Fahrzeugen fehlt der Beschrieb für eine Montage (Audi A 2, A 4, A 6 und A 8; Jaguar; Renault Clio, Mégane, Scenic, Espace und Modus; Smart).
Häufig sind umfangreiche Ausbauarbeiten nötig, um an die Lichtquelle zu gelangen: So müssen beim Ford Fiesta Kühlergrill und Scheinwerfer, beim Fiat Stilo sogar Verkleidungen und die Batterie ausgebaut werden. Beim Smart und beim Chrysler 300 M kommt man nicht darum herum, die gesamte Frontmaske herunterzunehmen.
Der Zeitaufwand unterscheidet sich allerdings beträchtlich: Während der Profi beim Smart eine Viertelstunde braucht, gibt Chrysler für die Werkstatt eine Richtzeit von 72 Minuten an. Wer den Wechsel eigenhändig vornehmen will, sollte also mindestens einen halben Tag einkalkulieren.
Dass Hersteller aus Konstruktionsmängeln auch Lehren ziehen, zeigt das Beispiel von VW: Während der Golf IV zum Lampenwechsel in die Werkstatt muss, ist der Austausch beim Nachfolgemodell Golf V beinahe ein Kinderspiel - es ist nicht einmal Werkzeug erforderlich: Die Lampen sitzen auf Trägern mit Halteknauf; wie sie montiert werden, ist in der Bedienungsanleitung auch für Laien verständlich beschrieben.
sc
10. November 2004
