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Konventionelle Tumbler verursachen enorme Stromkosten und strapazieren so das Haushaltsbudget. Eine neue Generation von Geräten schafft Abhilfe.
Ein Tumbler garantiert schnell trockene Wäsche zu jeder Jahreszeit. Diesen Komfort wissen immer mehr Leute zu schätzen. Etwa eine Million Tumbler stehen heute in den Schweizer Haushalten, und entsprechend hoch sind die Stromkosten, welche die Geräte verursachen: rund 110 Millionen Franken pro Jahr.
Integrierte Wärmepumpe halbiert Stromverbrauch
Doch die Konsumenten können ihre Haushaltskasse entlasten, wenn sie beim Kauf eines neuen Geräts auf die Energieeffizienz achten. Unschlagbar in dieser Beziehung sind Wäschetrockner mit einer integrierten Wärmepumpe - sie wird verwendet, um die Luft zu erwärmen und zu entfeuchten. Dank dieses Systems wird die Wärme zurückgewonnen, und der Stromverbrauch wird halbiert. Ein weiterer Vorteil: Weil Wärmepumpentumbler die Wäsche mit tieferen Temperaturen trocknen, wird auch das Gewebe geschont.
Höherer Kaufpreis zahlt sich über die Jahre aus
Wie viel Geld die Benutzer im Einzelfall sparen können, zeigt eine Untersuchung der Stadt Zürich für die Gemeinschaftswaschküche eines Mehrfamilienhauses: Ein herkömmlicher Wäschetrockner kostet bei einer durchschnittlichen Lebensdauer von 15 Jahren 4400 Franken mehr als ein Wärmepumpengerät. Eine stattliche Summe, welche die Mieter für unnötige heisse Luft bezahlen. Konkret macht das für fünf Familien über die gesamte Nutzungsdauer eine Ersparnis von je 880 Franken aus - das sind immerhin 60 Franken pro Jahr.
Und so wurde gerechnet: Bei einem konventionellen Abluft- oder Kondensationstumbler liegen die Gesamtkosten über 15 Jahre gerechnet bei 15 050 Franken - 4950 Franken für die Anschaffung des Geräts und 10 100 Franken für Stromkosten. Der teurere Wärmepumpentumbler für 6265 Franken braucht in derselben Zeit nur Strom für 4800 Franken. Das ergibt Gesamtkosten von lediglich 11 065 Franken (siehe Tabelle).
Vor dem Trocknen die Wäsche stark schleudern
Kostengünstig waschen und trocknen kann aber auch, wer keinen Wärmepumpentumbler besitzt. Folgendes gilt es dabei zu beachten:
- Die Waschmaschine sollte ein sogenanntes «Triple-A-Gerät» sein. Das heisst: Energieeffizienz, Waschwirkung und Schleuderwirkung müssen auf der Energieetikette mit A gekennzeichnet sein. Achten Sie auf tiefen Wasserverbrauch.
- Je höher die Schleuderzahl bei einer Waschmaschine, desto tiefer der Stromverbrauch beim Tumbler: Am meisten Feuchtigkeit wird der Wäsche beim Schleudern mit 1600 bis 1800 Umdrehungen pro Minute entzogen; für die gleiche Wirkung braucht der Tumbler hundertmal mehr Energie.
- Tumbler für die Wohnung gehören zur Energieeffizienzklasse «C und schlechter». Ausschliesslich mit solchen Geräten Wäsche zu trocknen, kann jährliche Mehrkosten von über 130 Franken verursachen. Wählen Sie nur ein Modell mit elektronischer Feuchtigkeitsmessung: Der Tumbler schaltet ab, wenn die Wäsche trocken ist. Zeitlich gesteuerte Programme sind nicht zu empfehlen: Der Tumbler schaltet erst ab, wenn das Programm beendet ist und nicht, wenn die Wäsche trocken ist.
- Wer die Wohnung als Trockenraum nutzt, riskiert Feuchtigkeitsschäden. Unproblematisch ist es, Einzelstücke in der Wohnung fertig zu trocknen.
- Am billigsten und umweltfreundlichsten trocknet immer noch die Sonne. Wird die Wäsche in einem Trockenraum und an der Sonne getrocknet, reduzieren sich die Kosten gegenüber dem Tumbler um über 60 Prozent.
Mehr Informationen zu Wärmepumpentumblern und anderei Energie sparenden Geräten für Haushalt, Büro und Unterhaltung finden Sie unter www.topten.ch
27. Oktober 2004 | Armin Braunwalder, Eric Bush
