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Schlechtes Timing: Nach einer zehnjährigen Phase sinkender Zinsen hat die UBS kürzlich eine neue Libor-Hypothek auf den Markt gebracht. Libor-Hypotheken eignen sich vor allem in Phasen sinkender oder tiefer Zinsen.
Die UBS verweist im Merkblatt zur neuen Hypothek auf den problemlosen und kurzfristig möglichen Umstieg auf Festhypotheken. Einen «idealen Zeitpunkt» für einen derartigen Umstieg illustriert sie im Merkblatt mit der nebenstehenden Grafik.
In der Darstellung fehlen zwar sämtliche Skalenangaben zu Zins- und Zeitachse. Der dargestellte Zinsbuckel dürfte aber dem unten stehenden Zinsbild (eingekreister Bereich) entnommen worden sein. Der Kunde hätte also im Mai 1999 von der Libor-Hypothek in eine fünfjährige Festhypothek zu 3,86 Prozent wechseln können und hätte eigentlich - glaubt man der UBS - den idealen Zeitpunkt erwischt.
Wer aber stattdessen in der Libor-Hypothek geblieben ist und in den folgenden fünf Jahren zehn Tranchen à sechs Monate finanziert hat, kommt auf einen Durchschnittszins von 3,01 Prozent. Der «ideale Zeitpunkt» hätte den Kunden bei einer Hypothekarbelastung von Fr. 500 000.- also rund Fr. 21 500.- gekostet.
(plü)
01. September 2004
