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Artikel | K-Tipp 8/2004

Brad Pitt kommt per Post

Für Filmliebhaber kann der Online-DVD-Verleih eine Alternative zum Kauf der Filme sein. Der K-Tipp hat die Anbieter unter die Lupe genommen.

Brad Pitt kommt per Post

Rund zehn Millionen DVD-Filme haben Schweizerinnen und Schweizer im letzten Jahr gekauft. Billiger ist es, DVD-Filme zu mieten - zum Beispiel in einer der rund 250 Videotheken. Im Schnitt kostet das 4 bis 8 Franken pro Film. Nicht jeder findet aber gleich um die Hausecke eine entsprechende Gelegenheit.

Variante dazu: die DVD-Filme übers Internet bestellen. Zwei Modelle sind verbreitet - Verleihclubs mit monatlicher Abogebühr und Einzelverleih:
- Verleihclubs: Die zwei bekanntesten Anbieter sind DVD-Club (www.dvd-club. ch) und 1a DVD Flatrate (www.1a-dvdshop.ch, Link «Mieten»). Beide verlangen eine Monatspauschale. Diese kostet bei DVD-Club Fr. 39.90, bei 1a DVD Flatrate Fr. 39.- (inkl. Portokosten). Für diesen Betrag können Abonnenten eine unbeschränkte Zahl von DVD-Filmen beliebig lang mieten. Einzige Einschränkung: Gleichzeitig können nicht mehr als 6 beziehungsweise 4 DVDs ausgeliehen werden. Sobald ein Ausleiher die Scheiben wieder zurückgeschickt hat, wird er mit den nächsten DVDs ab seinem Bestellkonto beliefert.


Am nächsten Tag liegt der Film im Briefkasten

Finanziell lohnt sich die Mitgliedschaft bei einem Club für Vielgucker, die wöchentlich mindestens zwei Filme anschauen.
- Einzelverleih: Dafür finden sich im Internet ein Dutzend Anbieter mit jeweils ein paar tausend DVD-Filmen zur Auswahl. Der K-Tipp hat die sechs grössten Anbieter verglichen und hat dazu zwei Filme ausgeliehen, die im letzten Jahr auf der Topsellerliste ganz oben standen: «Der Herr der Ringe - Die zwei Türme» und «Matrix Reloaded».

Ergebnis: Das Mieten von DVDs übers Internet hat bei allen sechs Anbietern reibungslos funktioniert. Sämtliche Filme waren einen Tag nach der Bestellung bereits im Briefkasten. Unterschiede gab es hinsichtlich der Verleihdauer (4 bis 14 Tage) und den Preisen. Diese schwankten für die zwei erwähnten Filme zwischen Fr. 11.80 und Fr. 19.60. Ab zwei gleichzeitig bestellten Filmen entfallen in der Regel die Portokosten.

Die Internetportale sind logisch und klar aufgebaut, die Navigation ist einfach. Die Filme können direkt angeklickt oder nach Titeln, Regisseuren, Genres und Schauspielern via Suchmaske eingetippt werden. Bezahlt wird mit dem beigelegten Einzahlungsschein. Die Zahlungsfristen schwanken je nach Anbieter zwischen 10 und 30 Tagen.

Nach Gebrauch können die DVD-Filme in einen vorfrankierten Rücksendeumschlag gesteckt und in den nächsten Briefkasten geworfen werden.

Wichtig beim Einzelverleih: Die Verleihfrist nicht überziehen! Die Verzugskosten schwanken zwischen 2 und 5 Franken pro Tag und Film. Das sind Strafgebühren, wie sie auch beim Verleih in normalen Videotheken drohen. Dort werden sie aber in der Regel bereits nach 24 Stunden in Rechnung gestellt.

Fazit: Die bequeme und anonyme Bestellmöglichkeit ist der eigentliche Vorteil des Internetverleihs. Gerade der letzte Punkt - die Anonymität - hat zur Folge, dass mindestens zwei der sechs Anbieter eine grosse Erotik- bzw. Pornoabteilung führen.

Offen bleibt letztlich, ob man einen Film nicht doch besser kaufen sollte. Nebst dem Preis, der im Vergleich zur Miete vier- bis sechsmal höher ist, sind weitere Argumente zu berücksichtigen: Im Filmverleih, ob im Internet oder in der Videothek, ist die Verfügbarkeit der Scheiben eingeschränkt. Gerade die neusten Streifen sind sehr oft bereits ausgeliehen.


Bei den Top-Ten-Filmen ist Warten angesagt

Da heisst es dann: Bestellen und warten, bis man an der Reihe ist. Bei unserer Stichprobe waren, weil es sich um Filme aus dem letzten Jahr handelte, zwar in fünf von sechs Fällen die beiden gewünschten Titel sofort verfügbar. Bei den Top-Ten-Titeln hingegen war die Verfügbarkeit stark eingeschränkt. Zwei der sechs Anbieter hatten sämtliche zehn Filme bereits ausgeliehen.

Tipp: Die wohl günstigste Ausleihmöglichkeit für DVDs sind die über tausend Bibliotheken in Schulen, Gemeinden und Städten. Die Benutzung ist vielerorts gratis, oder es wird eine bescheidene Gebühr von 1 bis 3 Franken pro DVD-Film erhoben.

21. April 2004 | Pirmin Schilliger - redaktion@ktipp.ch


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Kommentare (1)

 
  • ohuups | 25.10.2011, 11:45

    Versteckte Kosten in den AGBs

    Hallo Aufpassen bei http://www.dvdausleihe.ch ==> Versteckte
    Gebühren bei der Kontoeröffnung von Fr. 80.00 :-(

Urheberrechte
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Das ist Unsinn. Beim Kauf von leeren CDs und DVDs ist die Gebühr schon enthalten.
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