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Die Sache ist einfach: Wer seinen Liebling bei «MusicStar» auf SF DRS unterstützen will, muss zum Telefon greifen. Die Nummern für die Kandidatinnen und Kandidaten erfahren Fans am Sendetag jeweils schon ab 12 Uhr via Teletext. Das Ganze nennt sich Telefonvoting, ein Anruf - also eine Stimmabgabe - kostet 70 Rappen.
Höchst ärgerlich allerdings ist, wenn die Stimme gar nicht zählt. Und genau das ist der Fall bei all jenen Anrufen, die eingehen, bevor das Moderatoren-Duo Nina Havel/Roman Kilchsperger - in der Regel kurz vor 22 Uhr - zur Stimmabgabe auffordert. Die Leitungen sind aber schon ab 20.30 Uhr offen, «damit das einwandfreie Funktionieren vor der Wahl getestet werden kann», wie SF DRS begründet. Ausserdem werde zu Beginn jeder Sendung mit einem Einblender darauf hingewiesen, dass man noch nicht anrufen solle.
Trotzdem kann es vorkommen, dass ein übereifriger Fan mehr als 200-mal die Nummer seines Möchtegern-Stars wählt und dafür über 140 Franken bezahlt - am Telefon gibts nämlich keine Warnung, dass zu früh eingehende Anrufe wertlos sind. Technisch sei eine solche Warnung nicht machbar, heissts beim Fernsehen mit Verweis auf die Swisscom.
Erhalten denn wenigstens jene, die zu früh und deshalb ohne Wirkung gestimmt haben, ihr Geld zurück? SF DRS drückt sich um eine klare Antwort: Die Rechnungsstellung erfolge durch die Swisscom, man habe auf die Verrechnung keinen Einfluss.
Bei der Swisscom will man dazu nicht Stellung nehmen.
(gs)
11. Februar 2004
