|
(0) |
Seat verbietet den holländischen Autohändlern, Nicht-EU-Länder zu beliefern. Das verhindert günstige Direktimporte in die Schweiz.
Der Autokauf beim Direktimporteur statt beim Markenhändler rentiert. Je nach Marke und Modell lassen sich so mehrere tausend Franken sparen (K-Tipp Nr. 3/03). Die seit letztem Oktober geltende Verordnung für Parallelimporte erlaubt den Händlern, die Autos in dem Land zu kaufen, wo sie am günstigsten sind. Die Preisdifferenz geben Direktimporteure ihren Kunden weiter.
Autos der Marke Seat kosten in Holland viel weniger als beim offiziellen Schweizer Generalimporteur Amag oder bei vertraglich an ihn gebundenen Markenhändlern. Doch seit kurzem verbietet Seat Holland seinen Händlern, Autos in «Nicht-EU-Länder» zu liefern.
Einige Direktimporteure haben deswegen bei der Eidgenössischen Wettbewerbskommission Beschwerde eingereicht. Kurzfristig wird es aber nichts bringen. Denn bis zum Oktober dieses Jahres gelten für Parallelimporte noch Übergangsbestimmungen - und so lange kann Seat Holland den Schweizer Direktimporteuren Steine in den Weg legen.
Stellvertretend für die Branche meint Oswald Klein von der Firma EU-Carbroker in Bevaix NE: «Hier geht es nur darum, die hohen Schweizer Autopreise bis zur letzten Minute zu schützen.»
(kel)
23. April 2003
