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Fondue chinoise und Fleisch vom Tischgrill sind beliebt. Doch aufgepasst: Rohes Fleisch darf nicht mit anderen Beilagen in Berührung kommen, sonst droht Durchfall.
Auf dem Tischgrill brutzelt das Fleisch, die Stimmung der Gäste ist blendend. Doch der gemütliche Abend im Restaurant bleibt in schlechter Erinnerung. Alle sechs Gäste bekommen starken Durchfall. Ähnlich erging es einer anderen Gruppe nach dem Genuss von Fondue chinoise. So berichtete kürzlich das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in seinem Bulletin.
Schuld am Durchfall war das Bakterium Campylobacter jejuni. Es findet sich vor allem in rohem Fleisch, speziell in Geflügel. Brät man das Fleisch bei über 60 Grad gut durch, tötet das die Keime.
Aber bei Speisen, die man direkt am Tisch zubereitet, können rohes Fleisch und Fleischsaft leicht mit den Beilagen und Saucen in Kontakt kommen. Die Keime gehen so auch auf das gebratene Fleisch über. Das BAG empfiehlt deshalb, immer einen separaten Teller für das rohe Fleisch zu verwenden.
Die Zahl von Campylobacter-Infektionen steigt seit Jahren. Hans Schmid, wissenschaftlicher Mitarbeiter beim BAG: «Wieso das so ist, weiss man noch nicht. Ein grosses Forschungsprojekt untersucht das zurzeit.» Stichproben ergaben, dass 30 bis 60 Prozent des Pouletfleischs mit den Bakterien verunreinigt sind.
Nach einer Infektion dauert es meist zwei bis sieben Tage, bis die Krankheit ausbricht. Die häufigsten Beschwerden sind Durchfall, Bauchschmerzen, Fieber und Müdigkeit. Zum Arzt muss, wer mehrere Tage unter schwerem Durchfall und hohem Fieber leidet.
(sm)
- Die kostenlose Broschüre «Zum Umgang mit rohem Fleisch» gibts beim BAG, Tel. 031 322 95 86, corinne.friedli@bag.admin.ch und unter www.bag.admin.ch/verbrau/ d/index.htm.
19. März 2003
