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Artikel | Gesundheits-Tipp 5/2001

Letzte Folge: Hotel de Fra nce, Leukerbad - Mondänes Leben im Bergdorf

Kühle Bergluft und heisse Quellen: Im Walliser Dorf Leukerbad hat Wellness Tradition. Der Puls-Tipp machte die Stichprobe im Hotel de France. Fazit: Das Beste in der Test-Serie.

Nicole Tabanyi ntabanyi@pulstipp.ch

Hier ist er also, der viel zitierte bankrotte Ort der Walliser Alpen. Der letzte Bus fährt beim protzigen Rathaus vor. Wenn die Scheinwerfer nachts ihre Lichtkegel gegen das bläulich schimmernde Gebäude werfen, erstrahlt es wie ein Märchenschloss aus einer andern Welt. Dieser postmoderne Komplex kostete die Gemeinde stolze 46 Millionen Franken. Er bildet den Höhepunkt einer ruinösen Bauorgie, auf die man im mondänen Leukerbad trifft, Schritt auf Schritt.

Dennoch fühlte sich das Puls-Tipp-Team in Leukerbad auf Anhieb wohl. Nichts, aber auch gar nichts Verschlafenes haftet der 1700-Seelen-Berggemeinde an. Im Gegenteil: Hier herrscht internationale Betriebsamkeit. 1700 Ferienhäuser mit rund 6900 Übernachtungsmöglichkeiten, 28 Hotels und 50 Restaurants nehmen die Gäste auf, die aus der ganzen Welt hierher reisen.

Am Dorfplatz mit dem südfranzösischen Flair steht die berühmte Alpentherme. Die zwei dazugehörenden Hotels sind mit ihr unterirdisch verbunden. Man könnte also - wenn man wollte - die ganzen Ferien gemütlich im Bademantel und in zwei Schläppchen verbringen.


Eintauchen in eine grossartige Bäderwelt

Die Alpentherme ist in derselben pompösen Bauweise gehalten wie das Rathaus: Im Erdgeschoss eine Einkaufspassage, darüber eine Galerie mit Therapieräumen. Im zweiten Stock schliesslich befinden sich das römisch-irische Bad und ein Fitnesscenter. Das römisch-irische Bad ist unbedingt einen Besuch wert. Der Eintritt kostet zwar stolze 59 Franken inklusive Eintritt ins Thermalbad. Was Besucher allerdings wissen müssen: Es handelt sich um ein Nacktbad. Am Eingang erhält das Puls-Tipp-Team Tücher, um sich artengerecht zu verhüllen. Das ganze Baderitual - einschliesslich Bürstenmassage, Rückenkneten und anschliessend ruhen im heissen Tuch - dauert zwei Stunden. Es könnte einem aber durchaus noch länger wohl sein.

Doch da gibt es noch das Thermalbad, das Hallenbad und das Aussenbad (Eintritt in die Bäder 26 Franken). Das Puls-Tipp-Team zieht es ins Aussenbad. Denn in einer solch imposanten Umgebung zu baden, ist nicht alltäglich - und einfach herrlich: Die Sonne brennt, das Wasser dampft, auf dem Gemmi-Pass steil über dem Dorf liegt noch Schnee. Auf der Luftsprudel-Liege tummeln sich einige sonnenbebrillte Möchtegerns. Ältere Semester mit Badekappen machen sich an den Unterwasser-Massagedüsen zu schaffen. Es fehlen nur noch livrierte Kellner, die Drinks servieren. Baden wie Gott in Frankreich. Man könnte sich daran gewöhnen.


Cuisine française: Nichts für Kalorienzähler

Beim Essen im Hotel herrscht französische Sitte: Fleisch, Saucen und nochmals Fleisch. Immerhin stammt das mit einer schwer definierbaren Sauce übergossene Poulet von einer Bio-Farm. Ein vegetarisches Menü gibt es nur auf Vorbestellung. Eine kalorienreduzierte Variante fehlt. Auch die Spargeln gibts leider nur à la carte. Schade. Der Wein stammt ausschliesslich aus der Region.

Nach einem Abstecher im Dorf und einem Schlummertrunk in der Chinchilla-Bar bezieht das Puls-Tipp-Team seine Zimmer. Diese sind verhältnismässig schlicht - ohne Extravaganzen und ohne Mini-Bar. Aber sie bieten einen wunderschönen Blick auf dörflichen Charme und federweiche Betten. Für nur 300 Franken (inklusive Halbpension) geniesst man hier zu zweit ein unvergessliches Wochenende.



Die Test-Kriterien - Stichproben in Wellness-Oasen

Dieser Vergleich der fünf Schweizer Wellness-Hotels entstand in Zusammenarbeit mit der K-Spezial-Redaktion. In der Ausgabe «Wellness» Nr.1/01 veröffentlichte sie im Januar die Resultate ähnlicher Stichproben. Grundlagen waren Gespräche mit vielen Fachleuten und die Dissertation von Evelyne Lanz Kaufmann: «Wellness-Tourismus» aus der Reihe der Berner Studien zu Freizeit und Tourismus, 38, Universität Bern. Entstanden ist ein umfangreicher Test-Fragenkatalog, der speziell die folgenden Kernbereiche unter die Lupe nahm: Hotelzimmer, Nassbereich (mit Sauna, Whirlpool etc.), Massagen, Spezialbäder, Schönheit und Kosmetik, Fitness, Ernährung und Service gegenüber dem Kunden.



Saison-Kalender - Früchte und Gemüse im Mai

Möglichst frisch geerntet, aus einheimischer Produktion - so schmecken Früchte und Gemüse am besten. Diese Produkte haben bei uns jetzt Saison und sind in den Läden erhältlich.

Saison-Gemüse

- Chicorée

- Eisbergsalat

- Karotten

- Knollensellerie

- Kohlrabi

- Kopfsalat

- Krachsalat

- Krautstiele

- Kresse

- Lattich

- Lauch

- Lollo

- Nüsslisalat

- Portulak

- Radieschen

- Randen

- Rhabarber

- Rettich

- Rotkraut

- Ruccola

- Schnittsalat

- Spargeln

- Spinat

- Weisskabis

- Wirz

- Zwiebeln


Saison-Früchte

- Äpfel

- Erdbeeren

- Kirschen

01. Mai 2001


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