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Artikel | saldo 11/2002

Staubsauger - Billige Geräte saugen schlechter

Die Staubsauger-Hersteller werben für ihre Geräte oft mit tiefen Preisen und hoher Leistung. Aber: Beim Kauf eines Staubsaugers zu sparen, lohnt sich kaum.

Je höher die Motorleistung, desto besser die Saugleistung», verspricht die Werbung. Das stimmt so nicht. Die Watt-Zahl eines Staubsaugers besagt lediglich, wie viel Strom das Gerät maximal aus der Steckdose zieht.

Entscheidend für eine gute Saugleistung ist die Gesamtkonstruktion: Düsengestaltung, Saugrohr und Luftwege müssen gut zusammenstimmen. Hier hapert es bei vielen Geräten, die zu tiefen Preisen mit hoher Leistung angeboten werden. Grundsätzlich gilt die Faustregel: Je niedriger der Preis, desto höher das Risiko, ein schlechtes Gerät zu erwischen. Viele der billigen Modelle schlucken vorne ein Minimum an Staub, um hinten den Grossteil davon gleich wieder in die Luft zu blasen.


Saugleistung: Nicht allein von der Watt-Zahl abhängig

Ein Test der Stiftung Warentest («Test», April 2002) ergab folgende Resultate: Von zehn getesteten Bodenstaubsaugern mit Papierfiltern waren die billigsten mangelhaft.

Nur eines von drei in der Schweiz erhältlichen Modellen schnitt in der Gesamtwertung mit «gut» ab: Der Miele S 252 i (Fr. 450.-). Seine maximale Leistung beträgt 1400 Watt - damit liegt er im unteren Bereich aller Testgeräte. Trotzdem ist seine Saugleistung deutlich besser als jene der getesteten Kraftprotze mit Leistungen bis 1600 Watt. Bei der Staubaufnahme aus Ritzen und der Faseraufnahme von Polstern schneidet der Miele-Staubsauger sehr gut ab. Die Staubaufnahme von Teppichböden und an Kanten ist dagegen nur ausreichend.

Der AEG-Staubsauger CE Power (Fr. 239.-) erhielt das Gesamturteil «befriedigend». Bei der Staubaufnahme aus Ritzen und der Faseraufnahme von Polstern gab es für dieses Modell die Teilnote «sehr gut». Die Staub- und Faseraufnahme von Teppichböden und das Staubrückhaltevermögen waren hingegen nur befriedigend.


Miele S 252 i und AEG CE Power: Sehr widerstandsfähig

Den strengen Haltbarkeitstest mit Stoss- und Fallprüfung sowie einem Motordauerlauf von 600 Stunden haben sowohl der Miele S 252 i als auch der AEG CE Power mit der Note «sehr gut» bestanden.

Der Staubsauger AEG T2 (Fr. 399.-, Gesamturteil «befriedigend») schnitt bei der Haltbarkeitsprüfung nur mit «ausreichend» ab. Grund: Das Teleskoprohr rastete nicht richtig ein. Der AEG T2 ist wahlweise mit Papierbeutel oder auswaschbarer Staubbox erhältlich.

Armin Braunwalder, Reto Planta



Saugleistung - Die wichtigsten Tipps für den Hausgebrauch

Modelle mit auswaschbarer Staubbox haben eine schlechtere Saugleistung als jene mit wegwerfbaren Papierbeuteln. Ihr Staubrückhaltevermögen ist hingegen deutlich besser. Das wirkt sich positiv auf die Raumluft aus. Bei den Saugern mit Papierbeuteln genügt für den Hausgebrauch gemäss Empfehlung des Konsumentenforums KF für die Staubrückhaltung ein normaler Mikrofilter. Dieser wird meist im Multipack mit Staubbeuteln angeboten. Feinere Filter sind nur für Allergiker notwendig. Wichtig ist, dass der Filter alle zwei bis drei Monate gewechselt wird.

Ein Aktivkohlefilter absorbiert unangenehme Gerüche, die sich im Staubbeutel bilden können.

Der Stromverbrauch eines Staubsaugers hängt nicht nur von der Leistung, sondern vor allem von der benutzten Saugstärke ab. Je langsamer und gleichmässiger gesaugt wird, desto mehr Schmutz kann aufgenommen werden. Tiefer liegende Schmutzpartikel werden nur entfernt, wenn mehrmals über die gleiche Stelle gefahren wird.

Um Rückenschmerzen vorzubeugen, muss der Staubsauger über ein Teleskoprohr verfügen, das sich an die Körpergrösse anpassen lässt. Weitere Informationen mit Ratgeber zum Thema Staubsauger im Internet unter www.topten.ch.

05. Juni 2002


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