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Ich habe seit 1995 Endometriose und wurde bereits operiert. Leider konnten nicht alle Verwachsungen an Eierstöcken und Gebärmutter entfernt werden. Alle drei Monate bekomme ich eine Spritze. Nun hat mein Arzt beim Krebsabstrich eine Veränderung festgestellt. Kann Endometriose zu Krebs führen? - S.E.
Ihr auffälliger Krebsabstrich hat nichts mit Ihrer Endometriose zu tun. Häufig erholen sich solche Veränderungen im Abstrich von selbst, wichtig ist aber eine regelmässige Kontrolle. Mit den Dreimonatsspritzen beeinflussen Sie Ihre Endometriose positiv: Sie wird unterdrückt.
Ich litt unter Beschwerden, wie sie im Beitrag der Puls-Sendung beschrieben wurden. Seit der Geburt meiner Tochter im April 2001 bin ich von diesen Schmerzen befreit. Da ich noch stille, ist meine Periode auch noch nicht regelmässig. Ist es möglich, dass durch eine Schwangerschaft und Geburt die Symptome verschwinden und die Krankheit geheilt ist? - M.S.
Eine Schwangerschaft beeinflusst die Endometriose positiv. Dieser Effekt kann bleiben, die Krankheit kann sich allerdings mit der Zeit auch wieder bemerkbar machen. So lange kein weiterer Kinderwunsch besteht, können Sie allfällige Beschwerden mit der Anti-Baby-Pille oder mit anderen Medikamenten lindern.
Jeden Monat habe ich zwei bis drei Tage vor der Menstruation fast unerträgliche Kopfschmerzen, manchmal sogar Schwindel und Brechreiz. Ab und zu leide ich auch unter starken Bauchschmerzen. Die Monatsblutungen sind sehr unterschiedlich, mal sehr stark, mal schwächer. Können meine Beschwerden auf Endometriose hindeuten? - A.S.
Wenn sie hauptsächlich unter Kopfschmerzen leiden, handelt es sich wohl eher um das so genannte prämenstruelle Syndrom. Diese Beschwerden, die typischerweise vor der Regel auftreten, mit Einsetzen der Blutung aber meist wieder verschwinden, können gut mit Hormonen oder pflanzlich mit Mönchspfeffer behandelt werden. Falls die Bauchschmerzen zunehmen, müsste man sicher auch an Endometriose denken.
Meine Mutter leidet an unerklärlichen Bauchschmerzen, die sporadisch auftreten. Sie ist bereits in der Abänderung. Kann man nach der Menopause auch an Endometriose leiden? - M.B.
Nach der Abänderung verursacht Endometriose nur selten Beschwerden. Wenn Ihre Mutter also nicht bereits seit Jahren unter Bauchschmerzen leidet, ist die Krankheit unwahrscheinlich. Eine gynäkologische Untersuchung mit Ultraschall ist aber sicher empfehlenswert.
Ich leide an Endometriose, möchte aber keine hormonelle Behandlung machen. Gibt es neben den Hormonbehandlungen auch alternative Therapieformen? - A.H.
Schmerzmittel bekämpfen nur die Symptome. Akupunktur kann die Beschwerden ebenfalls lindern. Mit einer Hormonbehandlung bekämpfen Sie aber nicht nur die Schmerzen, sondern hemmen auch das Fortschreiten der Krankheit.
Falls Sie später noch einen Kinderwunsch verspüren, würde ich Ihnen deshalb zur Hormonbehandlung (zum Beispiel in Form der Anti-Baby-Pille) raten. Damit können weitere Verwachsungen, die die Fruchtbarkeit negativ beeinflussen, verhindert werden.
Serie
Puls-Mails: Diese Rubrik enthält eine Auswahl der interessantesten Fragen, welche die Puls-Expertenredaktion per E-Mail erreichten.
Schwerpunkt der Sendung vom 15. April 2002: Endometriose.
24. April 2002
