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Wir sind für unsere welschen Compatriotes les röschti. Das wissen wir schon lange und haben uns damit abgefunden. Ist ja irgendwie noch charmant - les rröschtiii.
Als Röschti will auch ich an die Expo, fünf Arteplages durchackern, vier Städte abklappern, drei Seen erkunden. Das wird Röschti müde machen.
Deshalb möchte ich schon heute eine Unterkunft buchen für die Zeit, wenn die halbe Schweiz Richtung Région des trois lacs unterwegs sein wird.
In Neuchâtel oder Yverdon-les-Bains wäre es schön. Und es läuft wie am Schnürchen: Der Computer spuckt auf Knopfdruck die Homepage der Expo.02 aus. Die wiederum geleitet sicher zu den Touristik-Seiten der zwei Städte.
Doch in Yverdon-les-Bains ist für mich Endstation. Am Portal hängt die Fahne der Bundesrepublik Deutschland. In Neuchâtel flattert sie mir sogar computeranimiert entgegen.
Das ist schlecht. Ich gehöre nun mal nicht zum nördlichen Nachbar. Ich möchte keine deutsche Fahne anklicken müssen, wenn ich als Deutschschweizerin in meiner Sprache ein Basislager buchen möchte für die grösste und erste Ausstellung über die Schweiz, die meine Generation zu sehen bekommt.
Liebe Welschen, wir sind keine Casques à boulon (preussische Pickelhauben), wie ihr uns auch manchmal nennt.
Wir sind auch keine Staubirnes (Stauffacher-Birnen), Staufiffres (Stauffacher- Pfeifen), Suisses toto oder Köbis.
Wir sind Kompatriotinnen und Kompatrioten, die einfach gerne mit euch feiern würden.
20. Februar 2002
