|
(0) |
Ein Bürokollege macht zur Zeit Ferien in Uganda. Besteht die Gefahr, dass er uns mit einer tropischen Krankheit - zum Beispiel Ebola - ansteckt, wenn er zurück ist?
Nein. Ihr Büro wird sich nicht in einen Dschungel verwandeln und die Ansteckungsgefahr ist äusserst gering. Die Gefahr durch das Ebola-Virus in Uganda wird häufig hochgespielt. Bisher ist kein Fall einer Ebola-Erkrankung ausserhalb der betroffenen Zonen in Afrika bekannt. Es braucht zur Übertragung einen direkten und intensiven Körperkontakt, wie er in Afrika zwischen Pflegepersonen und Erkrankten bei schlechter Hygiene vorkommt.
Die meisten ernsteren Tropenkrankheiten übertragen sich nicht direkt von Mensch zu Mensch, sondern über ein Bindeglied: Bei der Malaria ist dies die Anopheles-Mücke, bei der Schlafkrankheit die Tsetsefliege. Selten kommen Mücken mit Malaria-Erregern über Flugzeuge in unsere Breitengrade. Im kleinen Umkreis um den Flughafen haben sie in Europa bisher etwa hundert Menschen angesteckt. Man nennt dieses Phänomen auch Airport- Malaria.
Beim Kontakt mit einem Tropen-Rückkehrer übertragen sich am häufigsten Darmkeime. Allen voran die Einzeller: Lamblien und seltener Amöben.
Die Ansteckung erfolgt über Schmierinfektion, zum Beispiel auf dem WC.
Wenn Sie sich davor fürchten, können Sie drei Wochen lang nach der Rückkehr des Tropenreisenden nach jedem WC- und Teeküchenbesuch ein Desinfektionsmittel für die Hände verwenden.
(Ru)
01. Dezember 2001
