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Nach einigen Enttäuschungen mit Einzelaktien möchte ich meine Anlagestrategie ändern und vermehrt diversifizieren. Weil ich den Versprechungen der Fondsgesellschaften aber nicht mehr so ganz traue, möchte ich dabei vor allem auf Indizes setzen. Ist es richtig, dass mit Indexpapieren Risiko und Verwaltungskosten minimiert werden können?
Antwort: Wertpapiere, die lediglich einen bestimmten Index nachbilden, sind natürlich kostengünstiger als aktiv gemanagte Fonds, bei denen das Fondsmanagement Anlageentscheide fällen und diese laufend überprüfen muss. Andererseits vergibt man sich mit einem Investment in solche Indexpapiere auch die Chance, den entsprechenden Markt bzw. Index zu schlagen.
Allerdings zeigen verschiedene Untersuchungen, dass in der Vergangenheit nur die wenigsten aller aktiv gemanagten Fonds ihren Vergleichsindex auf Dauer übertrumpfen konnten. Aus diesem Grund sind Indexpapiere für Anleger, die sich nicht zutrauen, selber die künftigen Outperformer unter den aktiven Fonds herauszufinden, oder das auch nicht an einen professionellen Vermögensverwalter delegieren wollen, eine durchaus vertretbare Wahl.
Die beste Möglichkeit, in einen bestimmten Index zu investieren, bieten so genannte Indexaktien (auch Exchange Traded Funds - kurz ETF - genannt). Indexaktien haben gegenüber den Indexfonds den Vorteil, dass sie tiefere Gebühren haben und zudem jederzeit an der Börse gehandelt werden können. Indexfonds hingegen können nur einmal täglich gekauft bzw. verkauft werden.
Damit Ihr Depot aber auch mit Indexaktien geografisch ausreichend diversifiziert ist, müssen Sie in entsprechend viele Länderindizes investieren. Für den US-Aktienmarkt gibt es auch eine Auswahl an Indexaktien, mit denen man in US-Branchenindizes investieren kann. Je nachdem welche Courtagen Sie bei Ihrer Bank oder Ihrem Broker bezahlen müssen, erfordert ein breit diversifiziertes Engagement in Indexaktien einen Betrag von 50 000 bis 100 000 Franken.
Für weniger Vermögende eignet sich beispielsweise der Balzac-World-Indexfonds der State Street Bank, welcher den MSCI-World-Index abbildet. Für Anleger, die ihr Depot sinnvollerweise nicht nur nach Ländern, sondern auch nach Branchen diversifizieren wollen, hat die State Street auch elf weltweite Branchen-Indexfonds (z.B. Balzac Health Care) im Angebot.
(mg)
01. Dezember 2001
