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Die knapp zwei Millionen Halbtax-Besitzer müssen sich auf eine Preiserhöhung im nächsten Jahr gefasst machen.
Eine Arbeitsgruppe um SBB-Chef Benedikt Weibel und Seilbahnen-Schweiz-Direktor Peter Vollmer diskutiert derzeit verschiedene Lösungen. Wie der K-Tipp weiss, stehen vier Varianten im Vordergrund:
- Preiserhöhung: Bei gleichen Leistungen wie heute schlägt das Zwei-Jahres-Abo von 222 auf 250 Franken auf; auch das Ein-Jahres-Abo (heute 150 Franken) wird teurer.
- Nur noch Ein-Jahres-Abo: Das Zwei-Jahres-Abo gibt es nicht mehr; das Ein-Jahres-Abo kostet weiterhin 150 Franken - es wird allerdings automatisch um ein Jahr verlängert, wenn der Kunde nicht frühzeitig kündigt.
- Weniger Rabatt: Das Halbtax-Abo schlägt zwar nicht auf, aber die Bergbahnen gewähren weniger Rabatt - zum Beispiel nur noch 30 Prozent.
- «Halbtax-Abo plus»: Inhaber des herkömmlichen Halbtax-Abos erhalten bei Bergbahnen keinen Rabatt mehr. Wer billiger mit einer Bergbahn fahren will, braucht das so genannte «Halbtax-Abo plus» - natürlich zu einem höheren Preis.
Der Hintergrund dieser geplanten Preiserhöhung: Immer mehr Transportunternehmen buhlen um die 250 Millionen Franken aus dem Halbtax-Pool. Neu erhalten nämlich auch die Basler und die Zürcher Verkehrsbetriebe Gelder aus dem Halbtax-Pool. Zu Recht, denn sie akzeptieren das Halbtax-Abo schon lange. Andere Transportunternehmen erhalten dagegen weniger Geld. Für die SBB gibts 10 Prozent weniger als bisher. Deutlich mehr verlieren viele Bergbahnen. Sie hatten jahrelang von einem zu günstigen Verteilschlüssel profitiert. Aus Protest gegen den neuen Schlüssel akzeptieren 12 Bündner Bergbahnen das Halbtax-Abo nicht mehr.
(mdb)
19. September 2001
