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Artikel | K-Tipp 3/2001

Autonummer verwechselt

Busse zum Ersten: 250 Franken Busse hätte Tanja Zürcher bezahlen sollen. Doch dann stellte sich heraus: Sie sass gar nicht am Steuer. Ein Polizist hatte zwei Zahlen auf dem Kontrollschild verwechselt.

Unerfreuliche Post erhielt Tanja Zürcher aus Thun von der Kantonspolizei Bern. Statt der erlaubten 50 Stundenkilometer sei sie zwischen Rubigen und Worb mit 66 Stundenkilometern gefahren. Sie habe deshalb eine Busse von 250 Franken zu zahlen.

Tanja Zürcher dachte nach und kam zum Schluss: «Das kann ich nicht gewesen sein. Denn erstens war ich an jenem Tag zu Hause und zweitens fahre ich diese Strecke nie.»

Also fuhr sie zur Kantonspolizei nach Bern, um sich das Radarbild anzusehen. Und siehe da: Auf dem Bild war nicht Tanja Zürchers Auto zu sehen. Offenbar hatte ein Polizist bei der Auswertung des Bildes eine 1 und eine 9 verwechselt. «Das Bild war nicht unscharf. Die Zahlen auf dem Kontrollschild waren leicht zu erkennen», sagt Tanja Zürcher.

«Wo Menschen arbeiten, können Fehler passieren», sagt dazu Peter Sieber, Chef Verkehr bei der Kantonspolizei. Dies umso mehr, als eine Person die Radarbilder alleine auswertet. Eine Kontrolle gibt es nicht.

«Zum Glück war mir rasch klar, dass unmöglich ich zu schnell gefahren war. Sonst hätte ich die Busse womöglich noch bezahlt», sagt Tanja Zürcher. Trotzdem ärgert sie sich noch heute: «Wenigstens hätten sich die Polizisten entschuldigen können. Immerhin ging es bei der Busse um viel Geld.»

Peter Sieber widerspricht: «Wir haben uns mündlich entschuldigt. Sollte die Entschuldigung aber zu wenig deutlich ausgefallen sein, so wiederholen wir sie hiermit gerne noch einmal.»

(mdb)

14. Februar 2001


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