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Weininserat von Pick Pay - Auf Kriegsfuss mit Adam Riese
Für Fr. 13.99 statt Fr. 16.25 wollte Pick Pay gemäss einer mehrseitigen Inseratenbeilage den Vino Nobile di Montepulciano unter die Leute bringen. Die Fr. 2.26 Preisdifferenz entsprechen 36 Prozent, will uns das Inserat weismachen. Davon kann jedoch keine Rede sein. Tatsächlich beträgt die Differenz knapp 14 Prozent.
«Es handelt sich schlicht und ergreifend um einen Rechnungsfehler», muss Pick-Pay-Direktor Rolf Hinze zugeben. Und er versichert: «Kunden, die auf den 36 Prozent beharren, erhalten den Wein selbstverständlich mit einer Reduktion in dieser Höhe.» Schade nur, dass die Aktion bloss bis zum 5. März lief. Immerhin dürfte dafür gesorgt sein, dass Pick-Pay-Kunden künftig die Preis- und Prozentangaben in Inseraten noch genauer nachrechnen.
(pag)
Adress-Weitergabe der Post - Bundesrat verteidigt hohen Preis für Datenschutz
Sie ziehen um und wollen sich die Post ein Jahr lang nachsenden lassen? Das kostet Sie 10 Franken. Wenn Sie aber verhindern wollen, dass die Post Ihre neue Adresse an Dritte weitergibt, zahlen Sie dafür 20 Franken - pro Monat!
Dem obersten Datenschützer des Bundes, Odilo Guntern, ist das klar zu viel. Eigentlich sollten die Kunden des Gelben Riesen für den Schutz ihrer Daten gar nichts bezahlen müssen, hielt er kürzlich an die Adresse des Bundesrats fest. Akzeptabel wäre allenfalls eine Gebühr von 20 Franken pro Jahr.
Doch die Landesregierung stellt sich hinter die 20-Franken-Monatsgebühr. Diese bemesse sich nach dem Zusatzaufwand, der entstehe, wenn ein Kunde die Nachsendung verlange, die Weitergabe seiner neuen Adresse aber untersage. Die Post verstosse nicht gegen datenschutzrechtliche Bestimmungen, schreibt der Bundesrat auf einen Vorstoss von SP-Nationalrat Peter Vollmer.
Das letzte Wort ist allerdings noch nicht gesprochen: Sollte der Bundesrat bei seiner Haltung bleiben, will Guntern die Sache gemäss Tages-Anzeiger vor die Datenschutzkommission bringen.
(gs)
14. März 2001
