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Mini-Vans im TCS-Crashtest Hoher Sicherheitsstandard bei Frontal- und Seitenaufprall
Citroën Xsara Picasso, Mazda Premacy, Mitsubishi Space Star, Nissan Almera Tino und Renault Scénic heissen die Crash-Kandidaten der Mini-Van-Klasse. Erfreulich: Alle sind relativ sicher.
Frontal donnert ein Renault Scénic mit 64 Stundenkilometern in eine Wand: Glas splittert, Blech verbiegt sich, Airbags zünden. Zurück bleibt Schrott. Trotzdem steigen die Insassen ohne schwere Verletzungen aus dem zerstörten Fahrzeug.
Dieses Szenario spielte sich in einer Prüfhalle im Rahmen des European «New Car Assessment»-Programms (Euro NCAP) ab. Fünf Fahrzeuge aus der Klasse der Mini-Vans oder MPVs (Multi Purpose Vehicle) mussten die Tests bewältigen.
Klar zeigte sich: Die getesteten fünf Fahrzeuge weisen einen hohen Sicherheitsstandard auf. Trotzdem muss man im Brust- und Beinbereich mit leichteren Verletzungen rechnen.
Der Nissan Almera Tino erreichte das beste Resultat. Das Schlusslicht bildet der Mitsubishi Space Star. Mit Ausnahme des Space Star sind alle Fahrzeuge serienmässig mit Seitenairbags ausgestattet.
Drei der Testkandidaten erhielten vier von fünf möglichen Sternen:
- Citroën Xsara Ricasso
- Nissan Almera Tino
- Renault Scénic
Mit drei Sternen mussten sich der Mazda Premacy und der Mitsubishi Space Star begnügen.
Enttäuschend ist das Ergebnis beim Seitenaufprall mit 50 Stundenkilometern. Die kombinierten Kopf- und Brust-Airbags haben die Erwartungen nicht erfüllt. Bei drei Fahrzeugen schützten die Seiten-Airbags die Insassen nicht genügend. Renault hat deshalb beim Scénic auf Fenster-Airbags umgestellt.
Auf den Rücksitzen fuhren Kinderpuppen in den empfohlenen Kindersitzen mit. Fazit: Die verwendeten Rückhaltesysteme bieten einem 18-monatigen Kleinkind ausreichenden Kopfschutz. Allerdings bleiben gewisse Bedenken wegen der hohen Genickbelastung. Und dreijährige Kinder sind sowohl beim Frontal- wie auch beim Seitenaufprall ungenügend geschützt.
TCS-Mitglieder können die Crashtestresultate gratis in allen TCS-Geschäftsstellen beziehen.
(thv)
28. März 2001
