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Wer sich bei den SBB rollend verpflegen möchte, sollte Fahrplan und Route genau auswählen. Sonst bleibt der Magen leer.
Mit dem neuen Fahrplanwechsel kam es bei den Bundesbahnen wieder zu einer Änderung des Verpflegungskonzepts. Neu verkehren auf der Ost-West-Verbindung von St. Gallen nach Genf doppelstöckige Zugskompositionen mit so genannten Bistro-Wagen - aber ohne eigentliche Speisewagen. Das Angebot ist dürftig. Dafür werden zirkusreife Anforderungen an Passagiere gestellt, die ihr Tablett die steile Treppe hinauf ins Oberdeck jonglieren. SBB-Sprecher Christian Kräuchi verspricht Abhilfe: «Zurzeit wird geprüft, ob künftig oben serviert werden kann.»
Viele Zugreisende trauern den beliebten Speisewagen nach. Wer auch künftig nicht auf diese verzichten will, muss von der Ostschweiz in die Westschweiz entlang des Jurasüdfusses reisen. Dann kann er in den Intercity-Neigezügen (ICN) auch im Speisewagen essen. Und wenn er 1. Klasse fährt, wird ihm eines von fünfzehn Menüs sogar am Platz serviert.
Vor dem Fahrplanwechsel führten die SBB 35 Speise- und 15 Bistro-Wagen. Jetzt sind es 43 Speise- und 21 Bistro-Wagen. Wobei allein 20 Speisewagen auf den IC-Neigezügen eingesetzt werden. Die restlichen 23 verkehren auf folgenden Strecken:
- Basel-Brig-Wiesbaden-Brig-Basel (2)
- Chiasso-Singen/Basel (3)
- Chiasso-Schaffhausen/Singen-Chiasso-Basel (2)
- Zürich-Basel-Wien-Basel-Zürich (2)
- Zürich-München-Zürich (2)
- Romanshorn-Brig-Genf (7)
- Basel-Brig, Basel-Genf, Basel-Zürich (5).
Max Fischer
20. Juni 2001
