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Artikel | saldo 10/2001

Schon wieder höhere Butter- und Käsepreise

Seit Anfang Mai ist das Kilo Butter rund einen Franken teurer. Auch die Käsepreise werden in den nächsten Wochen angehoben. Grund: Der Bund hat die Subventionen bei den Milchprodukten dieses Jahr um 50 Millionen Franken gekürzt.

Migros verlangt pro 100 Gramm Vorzugsbutter 10 Rappen mehr. «Die Butter», die als 250-Gramm-Mödeli verkauft wird, kostet 20 Rappen mehr. Coop wird ab 5. Juni die Preise im gleichen Rahmen erhöhen.

Die Grossverteiler wälzen die Mehrkosten, die durch den Wegfall der Bundeshilfen entstehen, voll auf die Konsumenten ab. Denn die Butter-Produzenten erhalten ab dem 1. Mai für Vorzugsbutter keine Unterstützungsbeiträge mehr - bis anhin erhielten sie Fr. 1.27 pro Kilo. Für Kochbutter bezahlt der Bund neu nur noch Fr. 1.75, früher waren es Fr. 2.71. Ähnlich ist die Situation beim Käse: Die Produzenten erhalten beispielsweise für Weichkäse neu nur noch 50 Rappen, statt wie bisher Fr. 1.10. Für Mozzarella zahlt der Bund keine Unterstützung mehr (früher 70 Rappen pro Kilo).

Die Preise für Käse steigen je nach Sorte und Lagerdauer mit Verzögerung. Beim Weichkäse wird ab Juni mit einer Preiserhöhung von 60 Rappen gerechnet, Greyerzer wird im Herbst rund 30 Rappen teurer. Migros macht immerhin eine löbliche Ausnahme: Der Verkaufspreis des Mozzarella soll nicht erhöht werden, obwohl die Produzenten auf 70 Rappen Bundeshilfe verzichten müssen.

jeb.

23. Mai 2001


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