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Das nach dem BSE-Skandal europaweit verhängte Fütterungsverbot für Tiermehl bleibt nicht ohne Folgen für die Umwelt. Ersetzt wird das Tiermehl hauptsächlich durch Soja. Um genügend Futtermittel zu produzieren, benötigt allein die Schweiz neu zusätzlich 16 000 Hektaren Sojafelder - dies entspricht der Grösse von 30 000 Fussballfeldern. Um den gesamten Schweizer Fleischkonsum zu decken, braucht es - zusätzlich zu der Anbaufläche von 146 000 Hektaren im Inland - 163 000 Hektaren Soja und Getreide im Ausland. Müsste alles Futtermittel im Inland angepflanzt werden, bliebe kein Platz mehr für Grundnahrungsmittel wie Getreide, Kartoffeln und Gemüse. Errechnet hat diese Zahlen der WWF im Rahmen einer Studie über die Umweltzusammenhänge des Schweizer Fleischkonsums.
Brasilien gilt als Hauptlieferant der Schweiz für Soja. Laut WWF geht der Sojaanbau in dieser Region auf Kosten wertvoller Naturlandschaften: "Es ist ökologisch und ethisch mehr als fragwürdig, dass das reiche Europa seine Tiere mit dem Brot der Armen füttert und erst noch wertvolle tropische Lebensräume bedroht."
Den Konsumenten empfiehlt der WWF, mehr vegetarische Gerichte zu essen. Das sei nicht nur ökologisch, sondern auch gesundheitlich die bessere Alternative.
jeb.
28. Februar 2001
