|
(0) |
s. Ihre ?rzte geben ihr noch vier Monate. Das Limmatspital in Schlieren ZH best?tigt Cecca schriftlich, in der Schweiz gebe es keinen Arzt, der sie operieren k?nne. Mit dem letzten Ersparten fliegt sie nach New York, um sich untersuchen zu lassen. Dort erf?hrt die junge Frau, dass ein ber?hmter Arzt in Genf solch heikle Operationen durchf?hre.
Anacleta Cecca l?sst sich in der Westschweiz operieren. Kosten: rund 45 000 Franken. Ihre Kasse, die Helsana, behauptet, die Operation h?tte auch in Z?rich durchgef?hrt werden k?nnen. Deshalb bezahlt sie nur 15 000 Franken - so viel wie in einem Z?rcher Spital angefallen w?re. So wurde die schwer krebskranke Anacleta Cecca Opfer einer falschen Auskunft ihres Arztes. Neben der Angst vor neuen Schmerzen lastet auf ihr eine Schuld von 30 000 Franken.
Dazu der Anwalt und Krankenkassenexperte Hans-peter Th?r: "Ein sinnvoller Zusatz kann die ‹kleine Deckung ganze Schweiz› sein. Sie erlaubt die freie Wahl eines Listenspitals, und dies landesweit."
Unser Rat: Schliessen Sie den Zusatz "ganze Schweiz" ab. Er kostet Sie im Monat nur ein paar Franken.
Falle 4: Geburtskosten
Familie Baeriswyl im Gl?ck: Am 12. Juni 1999 kommt Simon zur Welt. Mutter und Sohn sind bei der Assura grundversichert, die Mutter hat zus?tzlich bei der Visana eine Halbprivatversicherung. Zwei Monate sp?ter der ?rger: Das Spital stellt f?r Aufenthalt und Pflege von Simon eine Rechnung ?ber Fr. 1413.90 aus - weder Assura noch Visana wollen bezahlen.
Die Assura als Grundversicherung betont, sie habe ihre Leistung erbracht. In der Spitalrechnung f?r die Mutter sei im Grundversicherungsanteil das Kind bereits mit eingerechnet. Die Visana, bei der Beatrice Baeriswyl halbprivat versichert ist, macht im Kleingedruckten eine folgenreiche Einschr?nkung: Sie deckt die Kosten des Kindes in der halbprivaten Abteilung nur, wenn das Kind bei der Visana grundversichert ist.
Dazu Experte Hanspeter Th?r: "Gewisse Spit?ler weisen f?r das Neugeborene keine Extrakosten aus, sondern belasten sie der Mutter. Das ist einfacher."
Unser Rat: Sie sparen sich Probleme, wenn Mutter und Kind in der gleichen Versicherung sind. Auf jeden Fall sollten Sie vor der Geburt Rechnungsl?cken abkl?ren.
Falle 5: Zahnspangen
Fabienne Freimann, 12 Jahre alt, l?sst ihre Zahnstellung korrigieren. Ihr Zahnarzt zieht ihr zwei Z?hne und setzt eine Spange ein. Vater Paul Freimann hatte rechtzeitig vorgesorgt und f?r Fabienne eine Zusatzversicherung abgeschlossen, die Zahnstellungskorrekturen abdeckt. Denn die k?nnen teuer werden.
Zu seiner ?berraschung tr?gt die Kasse die Kosten f?r die gezogenen Z?hne nicht. Freimann: "Bei Fabienne hat die Kasse bisher immer die H?lfte bezahlt. Dass sie auf einmal ihre Leistungen k?rzt, hat mir die Kasse nie mitgeteilt." Paul Freimann hatte Pech: Er erwischte eine Kasse mit schlechter Deckung.
Dazu Stefan Thurnherr: "Gute Zusatzleistungen erbringen Helsana, Visana, Wincare, Concordia und KPT."
Unser Rat: Eine Versicherung f?r Zahnstellungskorrekturen ist sinnvoll. Es gilt aber, die richtige auszuw?hlen.
Thomas Vogel
(*Name ge?ndert)
27. September 2000
