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Ob beim Basteln, Heimwerken oder für kleine Reparaturen – die Auswahl an Leimen ist riesig. Doch beim Test von 15 Allesklebern schnitt nur ein Produkt «sehr gut» ab.
Alleskleber vollbringen in der Werbung wahre Wunder. Die Attribute reichen von «Repair Extreme», «Extra Power» bis zu «Universal» oder dem simplen «All-zweck». Haus & Garten wollte wissen, ob die Kleber (zusammen-)halten, was sie versprechen, und für welche Materialien sie besonders gut geeignet sind. Aus dem riesigen Sortiment von Allzweckleimen wurden 15 Produkte ausgewählt und im SLG-Testlabor im deutschen Hartmannsdorf geprüft. Je 3 Produkte gehörten zur Gruppe der Sekundenkleber und Zweikomponenten-Leime. Die 9 übrigen waren gewöhnliche Alleskleber, zwei davon preisgünstige Weissleime (siehe Tabelle im pdf-Artikel). Als einziges Produkt die Note «sehr gut» erhielt der Alleskleber Strong & Safe von Uhu. Dieser Leim war leicht zu handhaben, tropfte nicht nach und die Klebestelle hielt auch starken Zugkräften stand.
Super- und Sekundenkleber haben Mühe mit Styropor
Auch punkto Vielseitigkeit schnitt Strong & Safe am besten ab. Abstriche gab es einzig beim Kleben von Styropor, obwohl das Uhu-Produkt laut Verpackungsangaben auch dafür geeignet sein soll. Eher ungeeignet für Styropor waren auch die anderen getesteten Sekundenkleber Pattex Ultra Gel und Cyanolit Classic. Wie der Name schon sagt, haben Sekundenkleber den Vorteil, dass der Leim beim Kontakt mit Luft innerhalb kürzester Zeit eine feste Verbindung zwischen den Materialien herstellt (siehe auch Haus & Garten 2/08). Das heisst: Man muss schnell und präzise arbeiten und kann die Klebestelle nicht lange nachkorrigieren. Testsieger Uhu Strong Safe verspricht immerhin eine Korrekturzeit von 20 bis 60 Sekunden. Sekundenkleber sollte man ohnehin nur dann einsetzen, wenn es der Verwendungszweck wirklich verlangt. Nur schon des Preises wegen, denn gerade günstig sind sie nicht. Strong & Safe stand in dieser Kategorie noch am besten da.
Alle Zweikomponenten-Kleber sind «gut»
Die Noten «gut» gab es für alle drei Zweikomponenten-Kleber. Sie müssen zunächst angerührt werden und sind für sehr kleine Klebestellen und -mengen weniger geeignet. Punkto Handhabung schnitten sie deshalb etwas weniger gut ab. Wie den Sekundenklebern kann Wasser den Zweikomponenten-Klebern nichts anhaben. Sie sind vor allem für Klebestellen geeignet, die starken Beanspruchungen genügen müssen. Von den gewöhnlichen Allesklebern schnitt «Power Pritt»-Gel am besten ab. Als einer der wenigen Leime bekundete er mit Styropor keine Mühe. Dafür ist dieses Produkt für Glas nicht geeignet. Von den Klebern mit Testurteil «sehr gut» oder «gut» war es mit Abstand das günstigste.
Die Noten «ungenügend» gab es nur für die beiden Weissleime Konstruvit original und Papeteria. Sie erhielten in der Bewertung eine halbe Note Abzug, weil sie bei vier Materialien ungenügende Klebeleistungen zeigten. Die Hersteller erklären unisono, Weissleime seien nicht primär für glatte Materialien geeignet, sondern eher für saugfähige, insbesondere für Holz und Karton. Dass sie hier gute Dienste leisten, zeigte sich auch im Test. Die beiden Weissleime nennen sich zwar Alleskleber, sind aber trotzdem nur beschränkt einsetzbar, dafür sind sie sehr günstig.
Leichte Verfärbung der Klebestelle bei drei Leimen
Klebestellen sollten möglichst unsichtbar bleiben. Hier schnitten die meisten Leime gut ab. Die Prüfer fanden keine Verfärbung der Klebestelle oder der gebrauchten Materialien. Bei Cyanolit Classic, Araldit und Konstruvit original bildete sich hingegen ein leichter Film. Aller Sorgfalt zum Trotz klebt nach dem Basteln oder Reparieren Leim zuweilen nicht nur an der Klebestelle, sondern auch an den Händen. Sie liessen sich aber ohne grossen Aufwand reinigen.Noch ein positiver Punkt: Bei keinem einzigen Produkt ist die Austrittsöffnung nach dem ersten Gebrauch eingetrocknet. Bedingung dafür ist allerdings, das man den Deckel vollständig schliesst.
So wurde getestet
07. März 2009 | Stephan Dietrich
