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Test | K-Tipp 01/2009

Sonnencremen

Fürs Skifahren wären spezielle Sonnencremen an sich nützlich, doch erreichen sie den deklarierten UV-Schutz oft nicht. Irritierend: Die Hersteller scheint das kaum zu kümmern.

Die Haut ist in den Bergen besonders hohen Belastungen durch UV-Strahlen ausgesetzt: wegen der Höhe und der Reflexion durch Schnee. Als Sonnenschutz fürs Skifahren und Winterwandern sind fetthaltigere Alpin-Sonnencremen mit höherem Schutzfaktor (SF) erhältlich. Sie kosten gut dreimal so viel wie eine normale Sonnencreme.

K-Tipp-Leser wissen, dass der tatsächliche Sonnenschutz deutlich unter dem deklarierten Wert liegen kann (Sonnenschutzspray-Test, K-Tipp 12/06). Wie sieht es nun aber mit Alpin-Sonnencremen aus? Der K-Tipp hat die aktuell erhältlichen Cremen im Institut Dr. Schrader in Holzminden (D) untersuchen lassen. Die Fachleute prüften mit Probanden und im Labor die Schutzwirkung gegen die hautschädigenden ultravioletten Strahlen UVB und UVA. Fazit des K-Tipp-Tests: Von sechs Sonnencremen erfüllen nur zwei die EU-Richtlinien. Tadellos sind die Cremen von Piz Buin und Sun Look.

Beim UVB-Test durchgefallen ist:

  • Garnier Ambre Solaire UV Ski Creme SF 30

Statt des deklarierten Sonnenschutzfaktors SF 30 erreicht die Creme im Test nur SF 24. Garnier beruft sich auf Ergebnisse früherer Tests, die im Durchschnitt einen SF von rund 34 ergeben hätten.


UVA-Strahlen: Drei Produkte ungenügend

Drei Cremen bestanden den UVA-Test nicht:

  • Nivea Sun Creme Winter-Sonnenschutz SF 25
  • Sherpa Tensing Creme SF 20 und
  • Arosana Sonnencrème Combi Stick SF 15

Seit Anfang Jahr müssen Sonnencremen auch gegen UVA-Strahlen Schutz bieten. Das verlangen die EU-Richtlinien – von der Schweiz allerdings erst als Empfehlung übernommen. Weiterer Kritikpunkt: Ein SF von 15 – wie bei Arosana – ist in den Bergen eindeutig zu tief.

Die Hersteller scheinen die Resultate kaum zu beeindrucken:

  • Coop schreibt, Sherpa Tensing sei mit einer älteren UVA-Methode geprüft worden und erfülle «die Anforderungen der EU-Kommission» – trotz des gegenteiligen aktuellen K-Tipp-Ergebnisses.
  • Arosana-Hersteller Burnus weist die Verantwortung für das schlechte Resultat von sich: «Arosana wurde bisher unter der Verantwortung von Colgate-Palmolive vertrieben.» Arosana werde nun mit neuer Rezeptur hergestellt, da Burnus den Vertrieb Anfang 2009 in eigener Regie übernommen habe.
  • Nivea teilt dem K-Tipp kurz und bündig mit: «Wir haben Ihre E-Mail zur Kenntnis genommen, werden aber auf eine Stellungnahme verzichten.»

13. Januar 2009 | Rolf Muntwyler, Redaktion K-Tipp/Saldo


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Viel Geld für zu wenig Sonnenschutz
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