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Kombi-Kinderwagen lassen sich von der Liege- bis zur Sitzposition verstellen – eignen sich also für Babys und Kleinkinder. Diese Modelle sind meist teuer, aber auch luxuriös. Ein Wagen von der Migros ist günstig und gut.
Einen Kinderwagen für nur 6 Monate, bis das Baby sitzen kann: Das war früher notwendig. Seit die «mitwachsenden» Kombi-Kinderwagen erhältlich sind, hat sich das Problem verlagert, aber nicht unbedingt gelöst: Die Hersteller haben zwar aus zwei Fahrzeugen ein einziges gemacht. Die Kleinkinder sitzen im gleichen, umgebauten Wagen, in dem sie als Baby lagen. Doch ein Kombiwagen kostet häufig fast so viel wie früher beide Kinderwagen zusammen. Immerhin ist er clever gebaut und bietet zum Teil Luxus wie Scheibenbremsen und Federungen in alle Richtungen.
Ob die Luxuskarossen die hohen Erwartungen erfüllen, wollten K-Tipp und Kassensturz herausfinden: Sie haben zehn Kombiwagen gekauft und getestet. Acht davon kosten zwischen 999 und 1599 Franken. Dazu kommen zwei deutlich günstigere Modelle: eines von Toys’R’Us für rund 650, das andere von der Migros für 390 Franken. Untersucht wurden die Kinderwagen im deutschen Prüflabor Ipi – Institut für Produktforschung und Information.
Wer glaubt, die beiden letzten Modelle könnten nicht mithalten, irrt. ABC Design von Toys’R’Us ist gleich gut wie Stokke Xplory, das teuerste Gefährt im Test (Fr. 1599.–). Der Migros-Kinderwagen Hoco erreichte sogar den vierten Platz. Einzige Kritikpunkte: Er dürfte für grosse Kinder – wegen der kleinen Sitzfläche – nicht geeignet sein. Und grossgewachsene Eltern stossen sich beim Schieben die Füsse am Wagen.
Sehr gute Wagen: Da stimmen auch Details
Vor Hoco platzieren sich drei Modelle, die je über 1000 Franken kosten. Die drei «sehr guten» Wagen – Teutonia Mistral S07, Hartan Skater und One Tree Hill Urban Jungle – erhielten in keinem einzigen Prüfpunkt eine Note unter 5.
Alle anderen Modelle sind «gut». Das ist für Swen Richert vom Testlabor Ipi fast selbstverständlich: «Es wäre eine Frechheit bei den hohen Preisen, wenn die Wagen nicht aus hochwertigen Materialien gebaut und sauber verarbeitet wären.» Dennoch: Die Erfahrung aus unzähligen Tests lehrt, dass auch teure Produkte versagen können.
Trotz der durchwegs guten Gesamturteile vergaben die Versuchspersonen im Praxistest in einigen Punkten «ungenügende» Noten:
Beim Babyjogger war es schwierig, beim Zusammenklappen das Vorderrad zu entfernen.
Der TFK-Geschäftsführer Stefan Erber schreibt zu den Testresultaten, der geprüfte Joggster Twist sei bereits ein Jahr alt. «Deshalb sind gewisse Details, die laufend verbessert werden, noch nicht enthalten.» Und: Dieses Modell werde «üblicherweise für 819 Franken angeboten».
So wurde getestet
Das Ipi – Institut für Produktforschung und Information – hat zehn Kinderwagen im Labor und in der Praxis untersucht. Die Testkriterien waren:
Kinderwagen-Kauf: Darauf sollten Sie achten
Ein Kinderwagen sollte qualitativ gut sein, aber auch Ihre persönlichen Bedürfnisse erfüllen. Diese Tipps erleichtern Ihnen den Kaufentscheid:
13. Oktober 2008 | Rolf Muntwyler
