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WHO: Erhöhtes Krebsrisiko durch Handys

Eine Expertengruppe wertete Studien zu Krebs und Handystrahlung aus. Fazit: Das Krebsrisiko ist gleich hoch wie bei einigen Pestiziden.

WHO: Erhöhtes Krebsrisiko durch Handys

Wer häufig mit dem Handy telefoniert, hat ein erhöhtes Krebsrisiko. Das sagt die Internationale Krebsforschungsagentur IARC – eine Institution der Weltgesundheitsorganisation WHO.

Eine 31-köpfige Expertengruppe hat nahezu alle Studien ausgewertet, die sich mit Krebs durch Handystrahlung beschäftigten. Die wichtigste Studie zum Thema: Die Interphone-Studie von WHO und EU aus dem letzten Jahr. Dabei wurden rund 13'000 Handynutzer über zehn Jahre beobachtet. Die Wissenschafter fanden damals zwar Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Krebs und Handygebrauch, konnten ihn aber nicht beweisen. Saldo berichtete darüber.

Die Resultate der Studien lassen dennoch den Schluss zu, dass Handystrahlung «möglicherweise krebserregend» sei, so die WHO-Experten.

Sie stellen die Handystrahlung  gar auf die gleiche Stufe wie das Schimmelpilzgift Aflatoxin, das ehemalige Narkosegas Chloroform sowie das Alkoholgift Acetaldehyd. Der K-Tipp hat wiederholt über die Gefährlichkeit dieser Stoffe berichtet.

Einen eindeutigen Beleg für den Zusammenhang zwischen Krebs und Strahlung gebe es allerdings nach wie vor nicht, so die Expertengruppe weiter: «Es sind weitere Studien notwendig».

Die WHO rät Vieltelefonierern dennoch, ein Headset zu benutzen. Damit lasse sich das Krebsrisiko verringern.

01. Juni 2011 | Jonas Arnold


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