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Das Kantonslabor St. Gallen fand krankmachende Bakterien in Trinkwasserproben. Und das, obwohl die Proben den gesetzlichen Hygienekriterien entsprachen.
Eine der Hauptaufgaben der Kantonschemiker ist die Kontrolle des Trinkwassers. Jedes Jahr untersuchen sie hunderte von Proben auf Bakterien. Das Gesetz schreibt vor, dass darin keine Enterokokken, Escheria Coli und nur wenige Aerobe mesophile Keime vorkommen dürfen.
Die ersten beiden Keime weisen auf eine fäkale Verschmutzung durch Mensch oder Tier hin. Letztere geben unter anderem Auskunft über die Wirksamkeit der Wasseraufbereitung.
Das Kantonslabor St. Gallen untersuchte darüber hinaus, ob es andere Arten von Keimen im Trinkwasser gibt. Und es wurde fündig: In 63 Proben fand es Clostridien. Und das, obwohl das Wasser den Hygienekriterien entsprach. Einige Clostridien-Arten können Krankheiten wie Wundstarrkrampf verursachen.
Grund für die Verunreinigung: Die Wasseraufbereitung funktionierte nicht optimal, so dass resistente Keime wie Clostridien überlebten. Die betroffenen Aufbereitungsanlagen mussten ihre Einstellungen ändern.
20. August 2010 | Beat Camenzind, Redaktion Online