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Ein Sterneintrag soll vor unerwünschten Werbeanrufen schützen. Im Online-Telefonbuch Tel.Search.ch fehlen solche Einträge. Immerhin kann man ihn selber nachtragen.
Beim K-Tipp melden sich immer wieder Leser, die trotz einem Sterneintrag im Telefonbuch Werbeanrufe erhalten (siehe Artikel «Talk-Easy missachtet Sterneintrag»). Mit dem Stern neben ihrer Nummer geben die Verzeichneten an, dass sie keine Werbeanrufe wünschen. Solche Anrufe sind gemäss Schweizerischer Lauterkeitskommission unlauter.
Das Problem: Firmen wie Talk Easy, die ihre Produkte per Telefonmarketing verkaufen, erwerben ihre Adressen von Adresshändlern und verlassen sich darauf. Doch sie wiegen sich in falscher Sicherheit: Wie Recherchen zeigen, gibt es Adresshändler, die ihre Daten zwecks Kontrolle nicht mit dem Telefonbuch der Swisscom (Directories.ch) abgleichen, sondern mit Tel.search.ch.
Aber: Bei Tel.search.ch fehlen viele Sterneinträge. Das zeigt ein Vergleich zwischen dem offiziellen Telefonbuch der Swisscom (Directories.ch) und Tel.search.ch. Verwirrend: Die Firma Search.ch, Betreiberin von Tel.search.ch, kauft ihre Adressen ebenfalls bei einem Adresshändler. Die Kontrolle der Daten laufe «vollautomatisch», heisst es.
Immerhin: Privatpersonen und Firmen können ihre Einträge auf Tel.search.ch selber anpassen. Dazu gibt es neben jedem Eintrag das Feld «ändern». Wer darauf klickt, gelangt zu einer Eingabemaske bei der die Angaben berichtigt werden können.
04. August 2010 | Beat Camenzind, Redaktion Online