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Die Salbe Parfenac hilft gegen Hautkrankheiten. Doch sie kann auch selber eine Allergie auslösen. Nun soll die EU deren Zulassung überprüfen.
Die Creme Parfenac wird von Ärzten zur Behandlung von Juckreiz, Ekzemen, Sonnenbrand und Insektenstichen verschrieben. Schon seit einiger Zeit steht das Medikament allerdings in der Kritik. Denn: Der enthaltene Wirkstoff (Bufexamac) führt häufig zu Kontaktallergien. Und: Die Allergie ist kaum von der Grundkrankheit zu unterscheiden.
Nun empfiehlt die europäische Arzneimittelbehörde (EMA), die Marktzulassung für alle Medikamente mit dem Wirkstoff zu widerrufen. Darüber soll jetzt die europäische Kommission befinden. Vorsorglich rät die EMA den Ärzten, die Salbe nicht mehr zu verschreiben und Rezepte nicht mehr zu erneuern. Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft empfiehlt dies bereits seit Jahren.
Mit diesem Wirkstoff ist in der Schweiz einzig Parfenac erhältlich. Herstellerin ist Dermapharm mit Sitz Hünenberg (ZG). Dort heisst es, den Ärzten seien die Nebenwirkungen bekannt, entsprechend vorsichtig würden sie das Medikament verschreiben. Zudem sei Parfenac für heikle Krankheiten wie Neurodermitis und Analekzeme in der Schweiz nicht zugelassen.
06. Mai 2010 | Beat Camenzind, Redaktion Online
