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Mit teuren Persönlichkeitskursen verdient die Business-Academy ihr Geld. Neukunden werden mit Mund-zu-Mund-Propaganda angelockt. Wie das ablaufen kann, zeigen Unterlagen, die dem K-Tipp vorliegen.
Die Business-Academy verkauft ihre Persönlichkeitskurse für 6800 Franken. Die Kunden erhalten zwei Ordner mit Unterlagen, über deren Nutzen die Meinungen geteilt sind. Zudem können die Käufer an sechs Seminartagen teilnehmen. Das Versprechen: Mit wenig Einsatz könne man 2000 bis 8000 Franken pro Monat verdienen.
Vermittelt werden die Kurse in der Regel von bestehenden Business Academy-Kunden. Für jeden Neukunden erhalten sie mindestens 1000 Franken Provision. Erste Angaben dazu erhalten die Neulinge an Info-Veranstaltungen. Wie diese ablaufen, ist im Artikel «Das Business mit den Träumen» (K-Tipp 1/2010) nachzulesen.
Wegen der hohen Provision sind Business Academy-Vermittler interessiert, Neukunden an diese Informationsabende einzuladen. Wie ein telefonisches Einladungsgespräch ablaufen kann, zeigt ein Dokument, das ein Opfer der Business Academy dem K-Tipp zugespielt hat (siehe Pdf-Datei unten). Es handelt sich um einen Leitfaden, wie das Gespräch geführt werden kann.
Die Kurzfassung: Der Business Academy-Vermittler telefoniert einem Bekannten. Er verspricht eine «Überraschung» und will einen Termin abmachen. Der einzige Hinweis: «Zieh dich ein bisschen schön an, ich will mich dann nicht schämen.» Falls der Freund «zickig tut», appelliert der Vermittler an das «Vertrauen». Und bei ganz hartnäckigen Freunden heisst es: «Ich reisse mir den Arsch auf, um dich zu überraschen und Du tust so zickig.»
Bei der Business Academy heisst es dazu, die Werbung für die Produkte liege «in der alleinigen Verantwortung der Vermittler».
03. Mai 2010 | Beat Camenzind, Redaktion Online
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