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Strommessgeräte: Versprechen nicht gehalten

Günstige Messgeräte, die Standby-Sünder entlarven sollen, taugen oft wenig. Der Ausweg: Viele Stromversorger stellen professionelle Geräte kostenlos zur Verfügung.

Strommessgeräte: Versprechen nicht gehalten

Schon für 20 Franken gibt es im Handel Energiekosten-Messgeräte. Damit kann man den Stromverbrauch von Haushalt-Geräten ermitteln. Solche günstigen Geräte sind aber oft ungenau. Die Stromspar-Website Topten.ch. etwa warnt: «Billig-Messgeräte sind für kleine Standby-Leistungen (unter 10 Watt) ungeeignet.» Und: Messgeräte mit ausreichender Genauigkeit seien erst ab 100 Franken erhältlich.

Wer den Stromfressern im Haushalt auf die Schliche kommen will, sollte sich also nicht auf solche Billig-Geräte verlassen. Das belegen auch Tests von deutschen Konsumenten-Zeitschriften: Die Zeitschrift «Guter Rat» hat in der Ausgabe 4/2010 neun preiswerte Strommessgeräte auf die Kriterien Messgenauigkeit, Handhabung und Verhalten bei Störungen geprüft. Nur zwei davon eigneten sich, um Standby-Angaben von Elektronik-Herstellern zu überprüfen. Bei einem vergleichbaren Test der Stiftung Warentest war es gar nur eines von sieben Geräten.

Tipp: Bei vielen Energieberatungsstellen und Energiewerken von Kantonen und Gemeinden können verlässliche Geräte ausgeliehen werden.

28. April 2010 | Beat Camenzind, Redaktion Online


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