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Internet-Flohmärkte sind eine Alternative zu Ebay und Ricardo. Aber Vorsicht: So manch ein Schnäppchen existiert nur virtuell. Deshalb gilt auch da: Nicht im Voraus bezahlen.
Sie heissen Kleinanzeigen.ch, Bazarclick.ch oder Gratis-Inserate.ch und sind Alternativen zu Marktplätzen wie Ebay.ch und Ricardo.ch. Ohne umständliche Formalitäten wird dort jeder zum Verkäufer. Doch das lockt auch Betrüger an, wie ein Beispiel aus dem K-Tipp-Forum zeigt.
Userin Jessy90 hatte auf dem Online-Flohmarkt Gratis-Inserate.ch ein iPhone für 350 Franken gefunden. Die Verkäuferin wollte strickte keinen Telefon-Kontakt und verlangte das Geld im Voraus. Da Jessy90 bisher nur positive Erfahrungen bei Gratis-Inserate.ch gemacht hatte, überwies sie das Geld. Danach brach der Kontakt ab, das Handy erhielt sie nie.
Immerhin kannte sie den Namen der Verkäuferin. Bei der Polizei war diese wegen Betrügereien im Internet bereits bekannt. Inzwischen wurde sie verhaftet und ein Verfahren gegen sie eingeleitet. Dennoch sieht Jessy90 ihr Geld wohl nie wieder. Denn die Verkäuferin hat Privatkonkurs angemeldet.
Der Fall zeigt: Wer Waren im Internet bestellt, sollte diese erst nach Erhalt oder beim Abholen bezahlen. Beharrt der Verkäufer auf Vorauskasse, dann gilt: Übung abbrechen.
26. März 2010 | Beat Camenzind, Redaktion Online
