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In Haushalten tauchen immer wieder radioaktive Geräte auf. Der Bund rät: Wer ein solches findet, soll mit dem Strahlenschutz Kontakt aufnehmen.
Noch vor 60 Jahren glaubten Mediziner an die heilsamen Kräfte von Radium. Das Element wirke gegen Gicht, Rheuma und Krankheiten von Herz und Blutgefässen. Für den Hausgebrauch waren damals Radium-Trinkapparte im Handel. Eine Radium-Quelle produzierte darin durch den radioaktiven Zerfall Radon-Gas und reicherte das Wasser damit an. Heute weiss man: Radium kuriert nicht Gicht, sondern erregt Krebs.
Ein solcher Apparat ist nun im Kanton Tessin aufgetaucht, wie das Kantonslabor Tessin mitteilt. Offenbar stehen in Kellern und auf Dachböden immer noch alte radioaktive Geräte und Gegenstände herum. Radioaktive Materialien wurden früher auch für Uhrmacher-Werkzeug, Wandfliesen, Uhren mit Leuchtziffern, Gas- und Benzinvergaserlampen verwendet.
Wer solche Gegenstände findet, soll diese nicht berühren und sich mit dem Kantonslabor in Verbindung setzen oder beim Bundesamt für Gesundheit die Abteilung Strahlenschutz verlangen: 031 322 21 11.
15. Februar 2010 | Beat Camenzind, Redaktion Online
