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Gauner versuchen mit Telefonterror an Kontodaten zu gelangen. Sie verwenden dazu eine geklaute Nummer. Schweizer und Deutsche Behörden ermitteln.
Die Verbraucherzentrale Bremen warnt vor der Nummer 032 512 04 86. Die Anrufer geben sich als Mitarbeiter von Fantasiefirmen wie «First Line», «Millionenexpress», «Winparadies», «Meine Lottowelt», «Gewinntraum» und «DSC24» aus. 032 512 04 86 schaffte es auch auf die K-Tipp-Warnliste. Dort steht dazu: «Callcenter verkauft Glücksspiel-Beteiligungen, verlangt Kontonummer, Vorsicht!»
Die Nummer gehört dem Telefonprovider Sipcall by Backbone Solutions aus Schindellegi (SZ). Sipcall hat die Nummer an Herrn Ziagkos Dimitrios in Athen vergeben. Der Grieche musste dafür nur Daten wie Name, Adresse, Telefonnummer und eine E-Mailadresse angeben. Sipcall schlampte bei der Überprüfung der Daten. Dimitrios hätte aufgrund ungenügender Angaben gar keine Nummer erhalten dürfen.
Aufgrund von dutzenden Beschwerden sperrte der Telefonprovider im August 2009 die Nummer. Aber seltsam: Der Telefonterror geht weiter. Die Sipcall erklärt, es sei technisch möglich, mit einer gefälschen Nummer zu telefonieren.
Beim Bundesamt für Kommunikation (Bakom) heisst es dazu, man sei mit den deutschen Behörden in Kontakt, um gegen die Betrüger vorzugehen. Die Ermittlungen seien aber schwierig, da «die Tätergruppe mit grossem Aufwand ihre Spuren verschleiert». Das Bakom rät: Geben Sie keine Kontodaten am Telefon bekannt. Wer sich nicht sicher ist, ob er das getan hat, nimmt Kontakt mit seiner Bank auf, um allfällige Bewegungen zu blockieren.
05. Feburar 2010 | Beat Camenzind, Redaktion Online
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