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Tausende Franken haben gutgläubige Partnersuchende über 0901er-Telefonnummern der Ragunt AG in den Sand gesetzt. Jetzt hat das Bundesverwaltungsgericht der Firma die teuren Nummern entzogen.
Sie haben gehofft, einen Partner zu finden. Sie haben auf Inserate von Vermittlungsdiensten wie Phonedating und Live-Channel reagiert. Sie haben die angegebenen 0901er-Nummern gewählt. Und sie haben in Extremfällen über 50'000 Franken verloren.
Über solche Erlebnisse von Singles hat der K-Tipp schon mehrmals berichtet. Und auch darüber, wie die arglosen Opfer von Moderatorinnen und Moderatoren der Vermittlungsdienste mit allen möglichen Tricks in den teuren Telefonleitungen gehalten wurden.
In vielen Fällen kam ein Kontakt zum Wunschpartner – wenn es ihn denn überhaupt gab – gar nie zu Stande. Dafür dürfte die Ragunt AG in Pfäffikon SZ, die zum Firmengeflecht hinter diesen Vermittlungsdiensten zählt, mit den Anrufern kräftig Kasse gemacht haben.
Doch jetzt hat das Bundesverwaltungsgericht der Ragunt die 0901er-Nummern entzogen. Es spricht von trügerischen und unlauteren Geschäftspraktiken, obwohl es nicht bestreitet, dass es auch zufriedenen Kunden gegeben haben mag. Das Urteil kann noch ans Bundesgericht weitergezogen werden.
02. Dezember 2009 | Gery Schwager, Redaktion K-Tipp
