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Nur vier Stunden «Ausbildung» – und schon können Laien bei den Krankenkassen der Groupe Mutuel professionelle Vermittler werden. Das hat K-Tipp-Redaktor Darko Cetojevic enthüllt.
Der K-Tipp Redaktor hatte diese Schnellbleiche selber mitgemacht – ohne zu sagen, dass er für den K-Tipp arbeitet.
Der Schweizer Presserat hat nun diese verdeckte Recherche kritisiert. Das Vorgehen sei «unverhältnismässig» gewesen, es habe «nur wenig Neues» gebracht.
Hauptargument des Presserats: Diese Information sei «mit grosser Wahrscheinlichkeit» auch anders zu beschaffen gewesen. Der Presserat verweist dazu auf bereits erschienene Presseartikel, mehrheitlich aus den Jahren 2001 bis 2003.
Das Argument befremdet. Das Arbeitsprinzip des K-Tipp lautet: Selber prüfen und genau hinschauen. Allein vom Hörensagen veröffentlichen wir keine Artikel.
Der Presserat meint zudem, eine Google-Recherche hätte ebenfalls zum gleichen Resultat geführt. Das ist schlicht falsch. Im Internet finden sich nur Angaben zu einem dreitätigen Grundkurs. Dass die Groupe Mutuel aber Verkäufer schon nach vier Stunden «Ausbildung» auf Kunden loslässt – das hat erst die K-Tipp-Recherche aufgezeigt. Und das war nur mit verdeckter Recherche in Erfahrung zu bringen.
Wie wichtig diese Recherche war, zeigt auch dies: Von keiner Krankenkasse gehen beim K-Tipp so viele Reklamationen über ihre Vermittler ein wie von der Groupe Mutuel.
Hier gehts zum fraglichen Artikel
01. Dezember 2009 | Ernst Meierhofer, Redaktion K-Tipp
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