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Sport164: Infodienst wirbt mit fragwürdigen Methoden

In Anzeigen wirbt der Infodienst Sport164 für seine SMS-Abos. Dass diese kosten, steht darin aber nicht. Der Dienst ging schon früher mit zweifelhaften Methoden auf Kundenfang.

Sport164: Infodienst wirbt mit fragwürdigen Methoden

«Neuste Sportinfos direkt auf Ihr Mobiltelefon», steht im Inserat im Blick am Abend. Und: «Senden Sie ein SMS mit dem Text Sport an 164 (gratis)». Das erweckt den Anschein, es handle sich um einen Gratis-Dienst. Aber: Wer sich mit dem Handy durch das komplizierte Anmeldeverfahren klickt, hat schliesslich die Wahl zwischen einem Abo für 24 Stunden (gratis), für einen Tag (Fr. 1.50) oder für einen Monat (Fr. 9.50).

Der Haken: Der Preis für den Dienst müsste in der Anzeige vermerkt sein. Laut Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) verstösst Sport164 mit dem Inserat gegen die Preisbekanngabe-Verordnung. Sport164 ist eine Zusammenarbeit von Ringier, der Schweizerischen Depeschenagentur (SDA) und Swisscom. Betreiberin ist die Firma Voice Publishing. Diese ist anderer Meinung als das Seco: Solche Werbung sei durchaus gängig.

Schon früher ist Sport164 mit fragwürdigen Methoden aufgefallen. Wer den Dienst vor fünf Jahren abonniert hatte, wurde täglich mit bis zu fünf SMS eingedeckt. Jedes einzelne kostete 40 Rappen. Und während der Olympiade 2008 verschickte Sport164 täglich News-SMS aus Peking. Nach zwei Tagen erhielten die Empfänger die Info, dass sie ab sofort dafür 50 Rappen pro SMS bezahlen müssen, wenn sie sich nicht abmelden.

Tipp: Die News von Sport164 erhalten Sie auch auf den Websites von Schweizer Medien – dort sind sie allerdings kostenlos.

27. Oktober 2009 | Beat Camenzind, Redaktion Online


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Coop-Kunden sollen nicht mehr erfahren, aus welchem Land Importprodukte kommen. «Hergestellt in der EU» genüge. Was halten Sie davon?
Das Herkunftsland muss weiterhin deklariert werden.
Nur das Herkunftsland reicht nicht. Es sollte noch viel detaillierter deklariert werden.
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