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Das Kantonslabor Bern hat 50 Billig-Weine auf Zusatzstoffe untersucht. Zwei enthielten einen künstlichen Süssstoff, alle 50 Schwefeldioxid.
Cyclamat «ist zwar nicht gesundheitsgefährdend», schreibt der Berner Kantonschemiker in einer Medienmitteilung, «hat aber in Wein nichts zu suchen.» Die Berner Behörde hatte 50 ausländische Billig-Weine (bis fünf Franken) auf Zusatz- und Fremdstoffe untersucht. Bei zwei Produkten aus Portugal fanden die Kontrolleure den Süssstoff. Die betroffenen Grossverteiler (Denner, Aldi) haben die noch nicht verkauften Rot- und Weissweine aus den Regalen entfernt.
Alle 50 Weine enthielten Schwefeldioxide. Dieses Konservierungsmittel entsteht bei der Herstellung des Weines, wird aber auch zugefügt. Ab einer Menge von 10 Milligramm pro Liter muss Sulfit, wie die Substanz auch genannt wird, auf der Etikette vermerkt sein, da manche Menschen allergisch darauf reagieren.
Von den 50 Proben hatten viele keinen Hinweis darauf. Die Kennzeichnungspflicht gilt seit 2008. Bei Weinen aus früheren Jahrgängen ist der Hinweis freiwillig. Bei einigen Weinen ist unklar, aus welchem Jahr sie stammen, was zu weiteren Abklärungen führte.
10. Juli 2009 | Beat Camenzind, Redaktion Online
