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Die Lauterkeitskommission rügt einen Anbieter von Erotik-Kontakten: Mit fiktiven Singles warb dieser für vermeintlich kostenlose SMS-Kontakte. Opfern rät der K-Tipp: Handy-Rechnung anfechten und nicht bezahlen.
Ein Beispiel von vielen: «Gratis-Sex (ohne finanzielle Interessen), private Girls aus der ganzen Schweiz suchen Kontakt» heisst es auf der einschlägigen Homepage. Wer anrufen will, wählt eine 0900-er Nummer für Fr. 6.66 pro Minute. Mann kann aber auch per SMS mit den Frauen in Kontakt treten. Das sei kostenlos.
Wer denkt, er erhalte auf das SMS einen Anruf der Frau, täuscht sich: Oft sendet die Angebetete unzählige SMS im Minutentakt. Mit der Telefonrechnung folgt dann die Ernüchterung: Bei solchen Angeboten kosten nicht nur die gesendeten SMS. Jedes erhaltene SMS der Angebeteten ist oft mehrere Franken teuer.
Ein Geprellter eines solchen Anbieters von Erotik-Kontakten ist nun an die Lauterkeitskommission gelangt – und hat sie auf seiner Seite. Die Kommission hat den Anbieter der Erotik-Kontakte aufgefordert, diese Art der Werbung zu unterbinden. Es sei offensichtlich, dass in den Inseraten fiktive Personen beworben würden.
Damit liege eine Täuschung des Konsumenten vor, auch wenn im Kleingedruckten darauf hingewiesen wird, dass die SMS auch von Angestellten des Erotik-Anbieters kommen können. Zudem verstossen die Inserate gegen die Preisbekanntgabe-Verordnung, da der Preis für die ankommenden SMS nicht klar deklariert war.
Tipp: Falls Sie in eine ähnliche Kostenfalle geraten sind, bezahlen Sie den Anteil ihrer Handy-Rechnung für die SMS nicht und schreiben Sie ihrem Mobil-Anbieter per Einschreiben, sie seien getäuscht worden und fechten die Rechnung an. Dasselbe teilen Sie dem Anbieter der Erotik-Kontakte mit. Wer dahinter steckt, lässt sich anhand der Kurznummer, von der die SMS kommen, feststellen.
05. Juni 2009 | Beat Camenzind, Redaktion Online
