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6,5 Millionen Dollar will Steve Morgan beiseite schaffen. Dazu brauche er aber ein fremdes Bankkonto, schreibt er im E-Mail. Er verspricht 40 Prozent Beteiligung. K-Tipp rät: Finger weg.
Die E-Mails sollten misstrauisch machen. Es fallen aber immer wieder Leute auf die Masche herein. Die aktuelle Version verläuft so: Ein Steve Morgan arbeitet angeblich als Angestellter eines Finanzhauses in den Niederlanden. Seine Abteilung ist auf ein Konto mit 6,5 Millionen Dollar gestossen. Der Kontoinhaber ist verstorben, es droht der Verlust des Geldes. Nun sucht Morgan jemanden, der sich als nächster Verwandter des Verstorbenen ausgibt und sein Konto für die Erbschaft bereitstellt. Als Belohnung winken 40 Prozent der Summe. Morgan verlangt zunächst nach der E-Mails Name, Adresse, Telefon- und Faxnummer des Empfängers.
Die Masche ist nicht neu, es gibt sie in unzähligen Varianten. Oft verlangt der Absender in späteren E-Mails die Kontoangaben oder weitere persönliche und geschäftliche Daten. Auf einmal treten aber Schwierigkeiten auf. Ein Notar müsse bezahlt werden, eine Gebühr oder eine Steuer sei fällig. Der Absender bittet dafür um einen Vorschuss. Die Beträge belaufen sich auf einige hundert bis einige tausend Franken. Wer das bezahlt, sieht sein Geld nie wieder. Einige der Absender versuchen auch mit den erschlichenen Daten Banktransaktionen zu tätigen, eine Vollmacht zu fälschen oder ein Visumgesuch zu stellen.
Der K-Tipp rät: E-Mail löschen. Die Absender sind in der Regel nicht ausfindig zu machen. Das Bundesamt für Polizei hat auf seiner Website einige Beispiele solcher E-Mails aufgeschaltet.
19. März 2009 | Beat Camenzind, Redaktion Online
