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Ein Test zeigt: Viele Kinder-Skibrillen enthalten schädliche Weichmacher. Der gefundene Stoff ist krebserregend und gefährdet die Fortpflanzung.
Viele Kinder-Skibrillen enthalten schädliche Weichmacher. Das zeigt ein Test des Untersuchungsamtes Stuttgart. Anfang 2008 und 2009 hat das Amt 10 respektive 15 Brillen auf deren Gehalt an Weichmachern untersucht. 2008 enthielten zwei Drittel der Brillen solche Substanzen. 2009 war es immer noch ein Drittel. Das Amt fand einen Anteil von 16 bis 35 Prozent des Weichmachers. Zwar liegt der Brillenrahmen nicht direkt auf der Haut auf. Doch durch die lange Tragedauer, die Wärme, den Schweiss und die Sonnencreme kann sich die Substanz aus dem Rahmen lösen und so über die Haut trotzdem in den Körper gelangen.
Der in den Skibrillen nachgewiesene Weichmacher DEHP gefährdet die Fortpflanzung und ist krebserregend. Wie der Untersuch zeigt, kann der Stoff durch unbedenkliches Material ersetzt werden. Weichmacher dienen der Industrie, das im Rohzustand spröde PVC geschmeidig zu machen. Deshalb sind einige von ihnen in Spielzeug und Babyartikeln verboten. Für andere Kinder-Produkte, zum Beispiel Skibrillen, gibt es keine Beschränkungen.
04. März 2009 | Beat Camenzind, Redaktion Online
