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Folgenschwere Fehlbildungen von Ungeborenen können verhindert werden. Jetzt rät das Bundesamt für Gesundheit, Folsäure bereits vor einer Schwangerschaft einzunehmen.
In der Schweiz erleiden jährlich bis zu 60 Kinder in den ersten Schwangerschaftswochen eine Fehlbildung des Rückenmarks, einen sogenannten «offenen Rücken». 30 Prozent dieser Fehlbildungen könnten verhindert werden. Wie das Bundesamt für Gesundheit mitteilt, sollte deshalb jede Frau, die Schwanger werden möchte oder könnte, täglich Folsäure-Tabletten in einer Dosierung von 0,4 Milligramm einnehmen. Grund: Bei jedem Kind besteht die Gefahr eines «offenen Rückens». Folsäure wird für die Zellteilung benötigt. Besonders bei raschem Wachstum ist der Bedarf erhöht. Dies ist in den ersten Schwangerschaftswochen der Fall. Eine Ernährung mit viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten, die natürlicherweise reich an Folsäure sind, reicht nicht aus, um Fehlbildungen zu verindern.
Das Bundesamt für Gesundheit hat hierzu ein Faltblatt geschaffen. Darin werden die wichtigsten Fragen beantwortet. Es kann hier gratis heruntergeladen werden.
23. Januar 2009 | Daniel Jaggi, Redaktor K-Tipp
