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Beinahe jedes zweite Paprika-, Chili- oder Curry-Gewürz enthält gesundheitsgefährdende Stoffe. Die Belastung ist teilweise so gross, dass Produkte aus dem Regal genommen werden mussten.
Das Kantonale Labor Bern untersuchte 43 Paprika-, Chili- und Curry-Gewürze. Diese hatte sie in Supermärkten, Detailhandelsgeschäften und Läden mit einem umfangreichen asiatischen Sortiment gekauft. Das Ergebnis ist alarmierend: 40 Prozent der Proben sind mit gesundheitsgefährdenden Aflotoxinen belastet.
Aflotoxine sind Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen. Der Konsum kann Leben-, Nieren oder Hautschädigungen auslösen, das Immunsystem beinträchtigen oder gar zum Tod führen. Das Aflotoxin B1 zählt zu den stärksten krebserregenden Substanzen biologischen Ursprungs.
In den 17 mit Aflotoxin B1 belasteten Proben wurden bei fünf Mengen über dem Grenzwert festgestellt, ist dem Untersuchungsbericht zu entnehmen. Ein Gewürz enthielt sogar das Sechsfache der tolerierten Menge. Sie alle mussten auf Anordnung des Kantonalen Labors aus den Regalen entfernt werden.
Foto: Stefan Ris, pixelio.de
13. November 2008 | Daniel Jaggi, Redaktor K-Tipp
