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Die kleinen Flaschen mit dem dickflüssig-sämigen Obst- oder Gemüsesaft sind im Trend. Doch frische Früchte und Gemüse sind noch immer besser.
Orangen-Banane-Rüebli, Ananas-Passionsfrucht-Mais oder Birne-Rüebli-Holunder: Smoothis stehen in vielen Varianten im Supermarkt. Gemeinsam ist ihnen die Konsistenz: dickflüssig und sämig.
Vollmundig werden die pürierten Mixturen als Wundermittel für Obst- und Gemüsemuffel angepriesen. Knorr sagt gar, ein Fläschchen Vie, so der Name ihres Produkts, decke 50 Prozent des täglichen Bedarfs an Früchten und Gemüse.
Die deutsche Stiftung Warentest hat zahlreiche Smoothies unter die Lupe genommen und festgestellt, bei der Wirkung verlieren die Fertigprodukte schnell an Zauber. So würden durch das Schälen, Pressen und Erhitzen Inhaltsstoffe wie das Vitamin C auf der Strecke bleiben. Sie enthalten auch weniger sekundäre Pflanzenstoffe als frisches Obst. Dies, weil sich viele gesunde Substanzen in der Schale oder direkt darunter befinden würden. Durch das Schälen gehen sie aber verloren. Sekundären Pflanzenstoffen wird eine gesundheitsfördernde Wirkung gegen Krebserkrankungen oder auch Infektionen zugeschrieben.
Durch das Schälen gehen auch Ballaststoffe verloren, welche die Verdauung fördern. 30 Gramm sollte ein Mensch täglich zu sich nehmen. Eine Flasche Smoothies bringe es aber lediglich auf 1 bis 5 Gramm. Im Schnitt seien es 1 Gramm pro 100 Milliliter. Eine vergleichbare Portion Obst enthalte dreimal so viel Ballaststoffe.
Aber: Gesünder als Cola oder Fruchtsäfte sind Smoothies allemal.
10. November 2008 | Daniel Jaggi, Redaktor K-Tipp
