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Hersteller von Fingermalfarben schaffen es noch immer nicht, alle Vorschriften einzuhalten. Wieder mussten 60 Prozent der untersuchten Sets beanstandet werden.
Mit den Fingern Bilder auf Papier oder sogar auf Fenster malen - für Kinder ein riesiger Spass. Doch dabei kommt es zu grossflächigem Hautkontakt. Es besteht sogar die Möglichkeit, dass die Farben in grösseren Mengen geschluckt werden. Aus diesem Grund gelten für Fingermalfarben strenge Vorschriften.
Die kantonalen Labors von Basel und Aargau untersuchten 15 Fingerfarben-Sets, die mehrheitlich (10) in Deutschland hergestellt wurden. 9 mussten beanstandet werden, weil gegen die gesetzlichen Bestimmungen verstossen wurde.
Die Palette aufgedeckter Verstösse reicht von der Verwendung unerlaubter Konservierungsmittel über fehlende Bitterstoffe bis hin zu fehlenden Warnhinweisen. Zudem wurde festgestellt, dass sich der Phthalagehalt (Weichmacher) bei zwei Sets nur knapp unter dem Grenzwert bewegt. Phthalate stehen im Verdacht, erbgutschädigend zu sein.
Ebenfalls das Erbgut schädigen können Nitrosamine. In 3 der 15 Sets wurde dieser Stoff in massiv überhöhter Konzentration gefunden.
11. September 2008 | Daniel Jaggi
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