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Auf über 40 Prozent des Pouletfleisches befindet sich bereits der Durchfallerreger Campylobacter. Tendenz weiter steigend.
Die Zahl der Erkrankungen ist alarmierend. Nach Angaben des Bundesamtes für Veterinärwesen mussten sich letztes Jahr über 6100 Personen in ärztliche Behandlung begeben, weil sie am Durchfallerreger Campylobacer erkrankt waren. Die Ansteckung erfolgte hauptsächlich über rohes Pouletfleisch. Aber auch der Kontakt zu Hunden und Katzen kann eine Campylobacter-Infektion auslösen. Untersuchungen zeigen zwar, dass sich viele Patienten während eines Auslandaufenthalts angesteckt haben, doch die Situation in der Schweiz ist keineswegs beruhigend. So sind über 40 Prozent des hierzulande verkauften Geflügelfleisches mit dem Erreger infisziert. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um importierte Ware oder in der Schweiz hergestelltes Pouletfleisch handelt. Da die Tendenz weiter steigend ist, rät das Bundesamt für Veterinärwesen, Geflügelfleisch immer gut durchzugaren.
Stark entspannt hat sich dagegen die Situation bei den gefürchteten Salmonellen. Letztes Jahr erkrankten in der Schweiz rund 1800 Personen. Vor 16 Jahren waren es noch über 7000.
05. September 2008 | Daniel Jaggi
