Dass es SKN-Ausbildende mit unglaublicher
Selbstüberschätzung gibt, davon bin ich auch überzeugt
und finde es überaus schlecht, dass das Prädikat
„SKN-Ausbildner keine Garantie gibt für solid gelerntes Handwerk.
Gewisse Ausbildungsstätten sollten dabei nochmals unter die Lupe
genommen werden.
Die Leidtragenden sind dabei die Hundehalter. Für sie ist es
nicht zu erkennen, welche Voraussetzungen ein SKN-Ausbildner
mitbringen sollte, um einen qualitativ guten SKN zu unterrichten.
Man darf aber nicht ausser Acht lassen, dass es auf der anderen Seite
auch wieder ganz viele SKN-Ausbildner gibt, die ihren Job ernst nehmen
und bemüht sind, ihre Sache sehr gut zu machen, da sie die
entsprechend fundierten Aus- und Weiterbildungen genossen haben. Dabei
muss aufgepasst werden, dass nicht alle Hundetrainer in den gleichen
Topf geworfen werden. Der SKN, welcher ich als etwas sehr tolles und
sinnvolles finde, wird sonst sehr schnell zu negativ gewertet.
Auch ich unterrichte den SKN und dabei beobachte ich, dass sich die
Hundehalter in zwei Lager gespalten haben. Bei mehr als die
Hälfte der Hundehalter ist eine hohe Akzeptanz gegenüber des
SKN zu spüren. Das sind diejenigen Hundehalter, die auch bereit
sind, möglich viel aus diesen Kursen schöpfen zu
können. Der merkbar kleinere Anteil sind die Ewigstänkerer,
die nur wieder willig den SKN absolvieren weil sie müssen. Leider
sind die meistens auch sehr lernresistent und wissen alles immer
besser.
Am sinnvollsten wäre, wenn das Berufsbild „Hundetrainer“
staatlich anerkannt würde. Dann würde nämlich das
Prädikat „SKN-Ausbildner“ halten was es verspricht.
Als Hundeerzieherin und SKN Ausbildnerin muss ich Ihren Bericht etwas
revidieren. Nicht alle Hundetrainer neigen zu „unglaublicher
Selbstüberschätzung“. Jedoch ist es sicherlich auch so, dass
es ebenfalls in diesem Bereich schwarze Schafe gibt wie überall.
Hier ist aber nicht das Thema SKN das grundlegende Problem, sondern
das Berufsbild des Hundetrainers- resp. -erziehers im Allgemeinen.
Dies muss zuerst auf einer anderen Stufe gelöst werden. Solange
es hier keine echte! Anerkennung und Vereinheitlichung gibt, wird es
weiterhin diesen Wildwuchs geben. Denn hier stimmt Ihre Aussage – ein
besuchter Kurs macht noch lange keinen Hundeliebhaber zum Profi.
Doch ist es auch für richtige Hundeprofis nicht immer ganz
einfach die verlangten Themen in „nur“ 4 Stunden mit den Mensch-Hund
Teams abzuarbeiten. Deshalb macht sich unterdessen verstärkt ein
neuer Trend beim Thema obkl. Hundehalterkurse bemerkbar: Die 4
obligatorischen Stunden werden nur noch zusammen mit einem richtigen
Erziehungsprogramm angeboten.
Viele meiner Trainerkollegen sind sich, wie ich auch, der grossen
Verantwortung bewusst, welche die Zertifizierung zum SKN Ausbildner
mit sich bringt. Aus diesem Grunde werden immer weniger reine SKN
Kurse angeboten, sondern die obligatorischen Punkte werden (meist
sogar kostenlos!) in die normalem Gruppenkurse oder Einzeltrainings
mitintegriert, welche dann auch 10-15 Stunden dauern.
So macht diese ganze Sache dann auch mehr Sinn und zeigt, dass die
Richtung, die eingeschlagen wurde sicher gut ist, wir jedoch noch
lange nicht am Ziel sind, was das Thema Hundeerziehung und –ausbildung
anbelangt.
Vielleicht werden sich die zuständigen Stellen zu gegebener Zeit
mit Ihren „Repräsentanten“ an der Front zusammensetzen um
zusammen das richtige Endziel zu definieren – das wäre
schön!
Jeder zukünftige- und bereits-Hundehalter hat die freie Wahl,
sich dort schulen zu lassen (auch SKN- Kurse), wo ihm die Anbieter
fachkundig und sympathisch erscheinen.
Oftmals ist es jedoch so, dass gemachte Aussagen des Trainers nicht
für ernst genommen werden. Ein geschulter Trainer sieht das
Gefahrenpotenzial eines Hundes bereits lange bevor dieser zubeisst.
Nur wird das vom Hundehalter oftmals nicht erkannt und die
Warnhinweise seitens einer Fachperson nicht wirklich für so
dramatisch angesehen. Wie soll diese fremde Person (sprich der
Hundetrainer) auch wissen können, dass der geliebte Hund, der
doch bisher immer nur geknurrt hat (und sich auch sonst immer ziemlich
nett verhalten hat) potenziell gefährlich sein könnte!?
Oftmals ist es nicht das mangelnde Fachwissen der Trainer, sondern die
Umsetzung des Gehörten, was nicht wirklich fruchtet.
Kurz gesagt, auch ich biete SKN- Kurse an. Grundsätzlich sind
alle Teilnehmer bereit, ihren Umgang mit dem Hund zu überdenken
und sinnvoll eine Beziehung mit ihm aufzubauen. Nur gibt es wie
überall Personen, die relativ "beratungsresistent
sind". Ich finde es sehr gut, dass nun ein gesetzliches Minimum
an Ausbildung für Hundehalter besteht. Es wird auch immerzu
darauf hingewiesen, dass alleine mit dem SKN- Kurs noch keine
vollständige Erziehung erfolgt ist. Jeder soll sich seines
Ermessens und seinen Vorlieben nach weiterhin mit der Erziehung seines
Vierbeiners beschäftigen. Schliesslich sollen die SKN- Kurse dazu
dienen, ein sinnvolles Miteinander zu ermöglichen.
Hundehalter sind freundlich- und sollen das auch immer bleiben. Jeder
soll seinen Vierbeiner kontrollieren können und Niemand soll
belästigt werden. Dafür setzen wir Trainer uns ein. :-)
Dass etwas in Sachen Kurse für Hundehalter getan werden musste,
ist schon sehr lange bekannt und überfällig. Doch was wird
nun getan? In einer Schnellbleiche zu Hundekursleitern Ausgebildete
werden auf Hundehalter losgelassen! M.E. müssten diese
während mindestens 10 Jahren selbst Hundehalter sein und zwar
nicht Halter eines Pudels oder Dackels, sondern eines Rotweilers,
eines Dobermanns oder ähnlichen Grosshunden. Ich selbst kann auf
eine mehr als 20-jährige erfolgreiche Erfahrung als Halterin von
Grosshunden zurückblicken und kann immer noch dazu lernen aber
sicher nicht von einem Hundekursleiter mit einer
Schnellbleichausbildung.
Dass alle nun einen Kurs absolvieren müssen finde ich ok. da auch
solche nun endlich dran kommen, die keine Ahnung vom halten eines
Hundes haben; aber dieser sollte nur durch sich bestens in Sache Hund
auskennnenden Personen erfolgen! Mit nur 3-jähriger
Hundesachkenntnis ist man noch lange keine Person die solche Kurse
anbieten sollte.
Ich selber habe nun den 3. Hund (= 20 Jahre Erfahrung) und habe mit
jedem Kurse des SKV absolviert