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Redaktion Saldo | 03.02.2010, 11:35

Kurse für Hundehalter

 

Was halten Sie von obligatorischen Kursen für Hundehalter?

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Antworten (5)

 
  • dog-coach | 11.02.2010, 09:14

    SKN Kurse

    Dass es SKN-Ausbildende mit unglaublicher
    Selbstüberschätzung gibt, davon bin ich auch überzeugt
    und finde es überaus schlecht, dass das Prädikat
    „SKN-Ausbildner keine Garantie gibt für solid gelerntes Handwerk.
    Gewisse Ausbildungsstätten sollten dabei nochmals unter die Lupe
    genommen werden.
    Die Leidtragenden sind dabei die Hundehalter. Für sie ist es
    nicht zu erkennen, welche Voraussetzungen ein SKN-Ausbildner
    mitbringen sollte, um einen qualitativ guten SKN zu unterrichten.

    Man darf aber nicht ausser Acht lassen, dass es auf der anderen Seite
    auch wieder ganz viele SKN-Ausbildner gibt, die ihren Job ernst nehmen
    und bemüht sind, ihre Sache sehr gut zu machen, da sie die
    entsprechend fundierten Aus- und Weiterbildungen genossen haben. Dabei
    muss aufgepasst werden, dass nicht alle Hundetrainer in den gleichen
    Topf geworfen werden. Der SKN, welcher ich als etwas sehr tolles und
    sinnvolles finde, wird sonst sehr schnell zu negativ gewertet.

    Auch ich unterrichte den SKN und dabei beobachte ich, dass sich die
    Hundehalter in zwei Lager gespalten haben. Bei mehr als die
    Hälfte der Hundehalter ist eine hohe Akzeptanz gegenüber des
    SKN zu spüren. Das sind diejenigen Hundehalter, die auch bereit
    sind, möglich viel aus diesen Kursen schöpfen zu
    können. Der merkbar kleinere Anteil sind die Ewigstänkerer,
    die nur wieder willig den SKN absolvieren weil sie müssen. Leider
    sind die meistens auch sehr lernresistent und wissen alles immer
    besser.

    Am sinnvollsten wäre, wenn das Berufsbild „Hundetrainer“
    staatlich anerkannt würde. Dann würde nämlich das
    Prädikat „SKN-Ausbildner“ halten was es verspricht.

  • dogsnature | 10.02.2010, 16:34

    SKN Kurse für Hundehalter

    Als Hundeerzieherin und SKN Ausbildnerin muss ich Ihren Bericht etwas
    revidieren. Nicht alle Hundetrainer neigen zu „unglaublicher
    Selbstüberschätzung“. Jedoch ist es sicherlich auch so, dass
    es ebenfalls in diesem Bereich schwarze Schafe gibt wie überall.
    Hier ist aber nicht das Thema SKN das grundlegende Problem, sondern
    das Berufsbild des Hundetrainers- resp. -erziehers im Allgemeinen.
    Dies muss zuerst auf einer anderen Stufe gelöst werden. Solange
    es hier keine echte! Anerkennung und Vereinheitlichung gibt, wird es
    weiterhin diesen Wildwuchs geben. Denn hier stimmt Ihre Aussage – ein
    besuchter Kurs macht noch lange keinen Hundeliebhaber zum Profi.

    Doch ist es auch für richtige Hundeprofis nicht immer ganz
    einfach die verlangten Themen in „nur“ 4 Stunden mit den Mensch-Hund
    Teams abzuarbeiten. Deshalb macht sich unterdessen verstärkt ein
    neuer Trend beim Thema obkl. Hundehalterkurse bemerkbar: Die 4
    obligatorischen Stunden werden nur noch zusammen mit einem richtigen
    Erziehungsprogramm angeboten.

    Viele meiner Trainerkollegen sind sich, wie ich auch, der grossen
    Verantwortung bewusst, welche die Zertifizierung zum SKN Ausbildner
    mit sich bringt. Aus diesem Grunde werden immer weniger reine SKN
    Kurse angeboten, sondern die obligatorischen Punkte werden (meist
    sogar kostenlos!) in die normalem Gruppenkurse oder Einzeltrainings
    mitintegriert, welche dann auch 10-15 Stunden dauern.

    So macht diese ganze Sache dann auch mehr Sinn und zeigt, dass die
    Richtung, die eingeschlagen wurde sicher gut ist, wir jedoch noch
    lange nicht am Ziel sind, was das Thema Hundeerziehung und –ausbildung
    anbelangt.

    Vielleicht werden sich die zuständigen Stellen zu gegebener Zeit
    mit Ihren „Repräsentanten“ an der Front zusammensetzen um
    zusammen das richtige Endziel zu definieren – das wäre
    schön!
  • Hundeschule | 10.02.2010, 15:48

    Freie Wahl des SKN- Anbieters

    Jeder zukünftige- und bereits-Hundehalter hat die freie Wahl,
    sich dort schulen zu lassen (auch SKN- Kurse), wo ihm die Anbieter
    fachkundig und sympathisch erscheinen.
    Oftmals ist es jedoch so, dass gemachte Aussagen des Trainers nicht
    für ernst genommen werden. Ein geschulter Trainer sieht das
    Gefahrenpotenzial eines Hundes bereits lange bevor dieser zubeisst.
    Nur wird das vom Hundehalter oftmals nicht erkannt und die
    Warnhinweise seitens einer Fachperson nicht wirklich für so
    dramatisch angesehen. Wie soll diese fremde Person (sprich der
    Hundetrainer) auch wissen können, dass der geliebte Hund, der
    doch bisher immer nur geknurrt hat (und sich auch sonst immer ziemlich
    nett verhalten hat) potenziell gefährlich sein könnte!?
    Oftmals ist es nicht das mangelnde Fachwissen der Trainer, sondern die
    Umsetzung des Gehörten, was nicht wirklich fruchtet.
    Kurz gesagt, auch ich biete SKN- Kurse an. Grundsätzlich sind
    alle Teilnehmer bereit, ihren Umgang mit dem Hund zu überdenken
    und sinnvoll eine Beziehung mit ihm aufzubauen. Nur gibt es wie
    überall Personen, die relativ "beratungsresistent
    sind". Ich finde es sehr gut, dass nun ein gesetzliches Minimum
    an Ausbildung für Hundehalter besteht. Es wird auch immerzu
    darauf hingewiesen, dass alleine mit dem SKN- Kurs noch keine
    vollständige Erziehung erfolgt ist. Jeder soll sich seines
    Ermessens und seinen Vorlieben nach weiterhin mit der Erziehung seines
    Vierbeiners beschäftigen. Schliesslich sollen die SKN- Kurse dazu
    dienen, ein sinnvolles Miteinander zu ermöglichen.
    Hundehalter sind freundlich- und sollen das auch immer bleiben. Jeder
    soll seinen Vierbeiner kontrollieren können und Niemand soll
    belästigt werden. Dafür setzen wir Trainer uns ein. :-)
  • Primia | 03.02.2010, 14:18

    Wer kann Hundekursleiter werden?

    Dass etwas in Sachen Kurse für Hundehalter getan werden musste,
    ist schon sehr lange bekannt und überfällig. Doch was wird
    nun getan? In einer Schnellbleiche zu Hundekursleitern Ausgebildete
    werden auf Hundehalter losgelassen! M.E. müssten diese
    während mindestens 10 Jahren selbst Hundehalter sein und zwar
    nicht Halter eines Pudels oder Dackels, sondern eines Rotweilers,
    eines Dobermanns oder ähnlichen Grosshunden. Ich selbst kann auf
    eine mehr als 20-jährige erfolgreiche Erfahrung als Halterin von
    Grosshunden zurückblicken und kann immer noch dazu lernen aber
    sicher nicht von einem Hundekursleiter mit einer
    Schnellbleichausbildung.
  • reblaus | 03.02.2010, 12:03

    Kurs für Hundehalter

    Dass alle nun einen Kurs absolvieren müssen finde ich ok. da auch
    solche nun endlich dran kommen, die keine Ahnung vom halten eines
    Hundes haben; aber dieser sollte nur durch sich bestens in Sache Hund
    auskennnenden Personen erfolgen! Mit nur 3-jähriger
    Hundesachkenntnis ist man noch lange keine Person die solche Kurse
    anbieten sollte.
    Ich selber habe nun den 3. Hund (= 20 Jahre Erfahrung) und habe mit
    jedem Kurse des SKV absolviert
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