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Jahrelang habe ich mit der Pille verhütet. Jetzt, mit 42, habe ich sie abgesetzt. Trotzdem bekomme ich keine Menstruation. Warum?
Das kann verschiedene Gründe haben. Zunächst sollten Sie sicher sein, dass Sie nicht schwanger sind. Auch wer abnimmt, unter Stress leidet oder sonstige einschneidende Veränderungen in seinem Leben erfährt, stellt mitunter fest, dass die Periode ausbleibt.
Früher glaubte man, dass das Absetzen der Pille die Ursache sei. Das ist heute widerlegt. Zudem sind Antibabypillen heute niedriger dosiert als noch vor einigen Jahren. Deshalb kommt der Hormonhaushalt unmittelbar nach dem Absetzen des Verhütungsmittels wieder ins Lot.
Falls die Mens länger als drei Monate ausbleibt, sollten Sie zu Ihrer Frauenärztin gehen. Denn auch frühe Wechseljahre oder veränderte Eierstöcke kommen als Ursache in Frage. Es schadet dem Körper nicht, wenn die Eierstöcke vier bis sechs Monate lang nicht funktionieren. Eine längere Phase begünstigt aber den Knochenabbau und erhöht das Risiko für Osteoporose.
04. Dezember 2011 | sae
Kommentare (1) |
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Mich würde interessieren, wann genau das wiederlegt wurde und
wo? Die AG NFP schreibt dazu nämlich, es lägen nur wenige
und widersprüchliche Untersuchungen vor. Nachfolgend ein paar
Auszüge: Ein Vergleich zwischen Frauen, die die Pille abgesetzt
hatten, und solchen, die noch nie die Pille genommen haben, brachte
folgendes Ergebnis: 51% hatten sofort wieder normale Zyklen. Beim Rest
kam es, Zitat, zu "mehr oder weniger schweren Zyklusstörungen
als Ausdruck der weiterhin supprimierten
hypothalamisch-hypophysären Sensitivität." Bis zum 9. Zyklus
war die Zykluslänge im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant
verlängert. Teilweise ging dies bis zum 14. Zyklus. Die erste
Zyklusphase dauerte mit im Durchschnitt 20 Tagen um 4 Tage läger
als bei der Vergleichsgruppe. Das pendelte sich im 2. Jahr nach
Absetzen der Pille wieder ein. Im ersten Zyklus nach Absetzen kam es
3x so häufig zu einer Lutealinsuffizienz. Auch nach einem Jahr
war dies noch doppelt so häufig wie in der Vergleichsgruppe, bis
zum 7. Zyklus war der Unterschied signifikant. Der 1. Zykus nach
Absetzen war zu 10% anovulatorisch (3% in der Kontrollgruppe),
abhängig von der Altersgruppe traten anovulatorische Zyklen 4-7x
häufiger auf als in der Kontrollgruppe. Bei 6% der Frauen kam es
zu einer Amenorrhoe, bei 2% dieser Frauen setzte sie sofort ein, bei
den anderen innerhalb des ersten halben Jahres. Die Amenorrhoe dauerte
zwischen 3 und 11 Monaten und wurde dann zur Oligomenorrhoe, weitere
Ursachen für Zyklusstörungen (PCOS o.Ä.) lagen dabei
*nicht* vor. In fast allen Fällen kam es später wieder zu
völlig normalen Zyklen. Anders gesagt: Ich lese da heraus, dass
es zwar nur selten schwerwiegende Probleme gibt nach dem Absetzen,
aber es kommt durchaus vor und zwar auch bei Frauen, die vor der
Pilleneinnahme sehr regelmässige Zyklen hatten. Selbiges gilt
übrigens für Erscheinungen wie fettige Haut und Haarausfall
nach Absetzen - oftmals verschwinden sie innert weniger Monaten von
selbst (natürlich davon ausgegangen, dass keine andere Erkrankung
dahintersteckt). Die Quellen für obige Aussagen kann ich, falls
gewünscht, noch nachreichen. Man findet jedoch auch in Foren zum
Thema Zyklusbeobachtung viele Fälle, in denen es nach dem
Absetzen eben nicht direkt völlig normale Zyklen gab. Oft pendelt
sich das dann von selbst ein. Die Aussage, der Hormonhaushalt
würde sich unmittelbar nach Absetzen der Pille wieder einpendeln,
kann ich daher nicht so recht glauben, zumindest nicht so als
Pauschalaussage. Mag bei vielen Frauen so sein, aber eben nicht bei
allen.